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Euro-Rettungsfonds: Teilkaskoversicherung steht bereit

Luxemburg Die Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds EFSF ist gestärkt: Die geplante Teilkaskoversicherung steht.

Sie wird privaten Investoren «für neu ausgegebene Anleihen von Mitgliedsstaaten das Risiko teilweise absichern», teilte der EFSF am Freitag in Lxuemburg mit. Der Fonds mit dem Namen European Sovereign Bond Protection Facility (ESBPF) habe den Betrieb aufgenommen. Er sichert Geldgebern beim Kauf von Staatsanleihen wackelnder Euro-Länder die ersten 20 bis 30 Prozent möglicher späterer Verluste ab. In der Schuldenkrise wollen die Euro-Länder das verbliebene Kreditvolumen des EFSF von etwa 440 Milliarden Euro über diesen «Hebel» vermehren. Es besteht die Sorge, dass der Rettungsschirm nicht genug Mittel hat, um die Schuldenkrise wirklich zu lösen. Das Prinzip funktioniert folgendermassen: Kann ein Staat das geliehene Geld an private Investoren nicht mehr zurückzahlen, würde der Rettungsschirm zum Teil einspringen. Alles, was darüber hinaus an Verlusten anfällt, muss der Investor selbst übernehmen. «Allerdings wird der Fonds nur dann aktiv werden, wenn ein Staat darum bittet», sagte EFSF-Chef Klaus Regling. In Debatten mit Investoren auf der ganzen Welt habe es ein «breites Interesse» an dieser Teilversicherungslösung gegeben. Die Staats- und Regierungschefs hatten die sogenannte Hebelung der Restmittel des Euro-Krisenfonds im Oktober 2011 beschlossen. Dabei werden zwei Optionen miteinander kombiniert, um Schuldtitel von kriselnden Euro-Länder für Anleger wieder attraktiver zu machen. Das eine ist die Teilkaskoversicherung, das andere ein Sondertopf (Co-Investment-Fonds), in den öffentliche und private Mittel fliessen sollen. Dieser kann dann Staatsanleihen aufkaufen. «Diese Option wird bald zur Verfügung stehen», hiess es in der Mitteilung.

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