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Euro-Gebiet Prognosen: Wirtschaftswachstum im Euroraum schwächt sich ab

München Das Wirtschaftswachstum im Euroraum wird aus Sicht europäischer Ökonomen zum Jahresbeginn 2011 etwas an Dynamik verlieren.

Als grösste Belastungsfaktoren wirkten die schwächere Auslandsnachfrage und die stärkeren Sparmassnahmen in einigen Mitgliedstaaten der Union. Dies erklärten das deutsche Ifo-Institut, die französische Statistikbehörde Insee und das italienische Forschungsinstitut ISAE in ihrer am Freitag vorgelegten Quartalsprognose. Demnach dürfte das Bruttoinlandprodukt (BIP) des Währungsgebiets im ersten und zweiten Quartal 2011 um jeweils 0,3 Prozent zum Vorquartal wachsen. Für das vierte Quartal 2010 schätzten die Institute einen Zuwachs um 0,4 Prozent. Im dritten Jahresviertel war das BIP um 0,3 Prozent gewachsen. Jedoch sei die Entwicklung in den einzelnen Ländern höchst unterschiedlich gewesen, analysierten die Institute. Während Deutschland weiterhin einen starken BIP-Anstieg verzeichnet habe, sei die Wirtschaftsleistung in Griechenland und Irland geschrumpft oder habe stagniert wie in Spanien. Im ersten Halbjahr 2011 dürfte sich der Anstieg weiter verlangsamen, da sich der Welthandel abschwäche und die restriktive Fiskalpolitik die private Nachfrage dämpfe. Im Prognosezeitraum dürfte sich auch der Anstieg der Industrieproduktion weiter verlangsamen, hiess es. Zwar deuteten neue Umfrageergebnisse auf eine leichte Verbesserung hin, vor allem in Deutschland und Frankreich. Die Auslandsnachfrage dürfte jedoch infolge einer langsameren Expansion in Japan sowie in den aufstrebenden Volkswirtschaften Asiens und Lateinamerikas einen dämpfenden Effekt ausüben. Zudem dürften die geplanten fiskalischen Konsolidierungsmassnahmen die Kaufkraft und somit die gesamtwirtschaftliche Nachfrage belasten.

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