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Euro-Gebiet EZB-Chef Trichet hält EU Versagen in der Wirtschaftspolitik vor

Wildbad Kreuth Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, hat der EU Versagen in der Wirtschaftspolitik vorgeworfen.

Obwohl diese mit der Währungspolitik die entscheidende Säule der EU sei, hätten Staaten den Stabilitäts- und Wachstumspakt aufgeweicht, verletzt und gegenseitige Kontrolle versäumt. Die entscheidende Herausforderung für 2011 sei die Stärkung der Wirtschafts- und Finanzpolitik, sagte Trichet an einer Veranstaltung der deutschen Partei CSU. «Dies erfordert einen Quantensprung in der Gestaltung und Implementierung des Stabilitäts- und Wachstumspakts und eine stabilitätsorientierte allgemeine Wirtschaftspolitik aller Länder», betonte er. Schulden müssten abgebaut und die wirtschaftspolitische Zusammenarbeit verbessert werden. Wirtschaftsschwächen müssten rechtzeitig korrigiert werden. «Die derzeitigen Vorschläge dazu gehen nach Auffassung der EZB nicht weit genug.» Der EZB-Präsident betonte zudem, er sehe nicht Inflationsgefahr. Er sei stolz, dass die Inflationsrate für das Währungsgebiet von nun 331 Millionen Menschen in den vergangenen zwölf Jahren durchschnittlich unter zwei Prozent geblieben sei. «Europa ist keine Inflationsgemeinschaft geworden. Und wird es nicht werden (...) Wir sind glaubwürdig.»

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