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Euro- und Schuldenkrise bringt Rekord an EU-Gipfeln

Die Euro-Krise führt zu immer grösseren Unsicherheiten.

Zuletzt brachte sie die Zeitpläne für EU- Gipfeltreffen ziemlich durcheinander. Wurden früher pro Jahr vier Gipfel durchgeführt, sind es dieses Jahr nun schon neun. Einmalig in der Geschichte der EU ist es, dass innerhalb von nur vier Tagen gleich vier Spitzentreffen der Staats- und Regierungschefs stattfinden. Vergangenen Sonntag waren dies zunächst ein Gipfel der 27 EU-Staaten und anschliessend einer der 17 Euro- Länder. Da auf Grund deutsch-französischer Streitigkeiten über den aktuellen Euro-Rettungsschirm EFSF keine Lösung erzielt wurde - und der deutsche Bundestag zuerst noch dazu abstimmen musste - gab es nun am Mittwoch noch ein «Gipfel-Doppelpack». Zunächst trafen sich am Abend die 27 Staats- und Regierungschefs. Kurz danach traten die 17 Euro-Länder zusammen. Es gab auch schon Spekulationen über einen möglichen weiteren EU- Gipfel in den nächsten Tagen. Denn die EU will bis zur G20-Sitzung der stärksten Industrienationen am 3. und 4. November eine gemeinsame Haltung vor allem zu Banken-Rekapitalisierung und Schuldenschnitt für Griechenland sowie einem verstärkten EFSF vorweisen. Gipfeltreffen der Euro-Zone haben sich überhaupt erst durch die Finanzkrise etabliert. Zum ersten Euro-Gipfel hatte Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy vor fast genau drei Jahren am 12. Oktober 2008 in Paris geladen. Dabei war es um ein erstes europäisches Bankenrettungs-Paket nach der Pleite der US- Investmentbank Lehman Brothers gegangen.

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