Zum Hauptinhalt springen

Euro mit Kurssprüngchen zum Franken

Der Franken hat sich nach tagelangem Kleben nahe am Euro-Mindestkurs vorübergehend deutlich davon entfernt.

Am Donnerstag um 15 Uhr kletterte der Kurs sprunghaft von 1,201 auf bis zu 1,207 Franken, ehe er wieder deutlich nachgab. Mit 1,203 Fr. notierte der Euro gegen 17 Uhr dennoch so hoch wie seit Anfang April nicht mehr. Im Zuge der verschärften Euro- Schuldenkrise und den zunehmenden Spekulationen um einen Austritt Griechenlands aus der Gemeinschaftswährung, hatte der Euro seit Anfang Monat bei 1,201 Franken und damit nur noch 0,1 Rappen über dem Mindestkurs der Schweizerischen Nationalbank (SNB) notiert. Der Anstieg brachte eine Welle von Spekulationen und Mutmassungen in den Markt. Es hiess laut Reuters, die SNB interveniere gegen den Franken. Andere wollten wissen, grosse Hedgefunds seien aus der Schweizer Währung ausgestiegen. Wieder andere führten die Bewegung auf charttechnische Ursachen zurück. Dass die Schweizer Währungshüter interveniert haben könnten, wurde dann bald von den meisten Marktteilnehmern verneint. Dass die SNB etwas von ihren umfangreichen Währungsreserven in französische Anleihen investiert haben könnte, wurde dagegen nicht ausgeschlossen. Zu allfälligen Interventionen am Devisenmarkt äussert sich die SNB nicht. Sie ist aber weiterhin bereit, gegebenenfalls unbeschränkt Euros für 1,20 Franken zu kaufen. Dieser Mindestkurs hält mit einer Ausnahme an Gründonnerstag seit der Verkündung am 6. September 2011. Weitere Fälle von tieferen Kursen ereigneten sich nicht im laut SNB relevanten Interbanken-Devisenhandel.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch