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EU-Gipfel weitet Euro-Krisenfonds bis zu einer Billion Euro aus

Brüssel Der Euro-Krisenfonds EFSF soll seine Mittel künftig auf bis zu eine Billion Euro vervielfachen können.

Darauf haben sich die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Staaten am Donnerstagmorgen in Brüssel geeinigt, wie Diplomaten sagten. Derzeit kann der EFSF 440 Milliarden Euro Kredite ausleihen. Die Vervielfachung funktioniert mit einem sogenannten Hebel, der allerdings auch das Verlustrisiko bei Pleiten kriselnder Staaten erhöht. Es geht darum, Anleihen von Staaten mit beschädigter Kreditwürdigkeit - wie Italien und Spanien - für Investoren wieder attraktiv zu machen. Einzelheiten waren zunächst nicht bekannt. Zuletzt lagen zwei Ideen auf dem Tisch, die auch kombiniert werden könnten. Der EFSF übernimmt teilweise das Risiko eines Zahlungsausfalls für Schuldtitel gefährdeter Euro-Staaten. Er bietet quasi eine Art Teilkaskoversicherung, wenn Schuldenstaaten neue Anleihen ausgeben. Es kann auch einen neuen Sondertopf geben, an dem sich der Internationale Währungsfonds IWF beteiligt. Dieser Fonds investiert in Anleihen, die der EFSF ebenfalls zum Teil absichert. Dabei könnten ausländische Investoren wie Staatsfonds aus China mitmachen.

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