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Erneut Millionenklage gegen Goldman Sachs

New York Nachdem die US-Investmentbank Goldman Sachs im Juli die Rekordstrafe von 550 Millionen

Dollar für ein schiefgegangenes Finanzgeschäft zahlen musste, sieht sie sich erneut mit einer Klage konfrontiert. Der amerikanische Anleiheversicherer ACA verlangt 120 Millionen Dollar Schadenersatz. ACA verklagt Goldman Sachs wegen einer missglückte Wette auf US- Hypothekenpapiere im Zusammenhang mit dem Finanzprodukt «Abacus», wie der Versicherer am Donnerstag mitteilte. «Abacus» fasste verschiedene auf - oft faulen - US-Hypotheken basierende Wertpapiere zusammen. Die Rekordstrafe im vergangenen Juli wurde Goldman Sachs im Zusammenhang mit diesem Finanzvehikel aufgebrummt. Der Fall schien eigentlich abgeschlossen. Die US-Börsenaufsicht SEC beschuldigte damals die Investmentbank, «Abacus» aufgebaut und vermarktet zu haben, ohne die Investoren über eine Wette eines grossen Hedgefonds - und Goldman-Kunden - auf das Scheitern des Finanzprodukts informiert zu haben. «Goldman hat «Abacus» so gebaut, dass es scheitern musste, um so enorme Gebühren einzuheimsen», heisst es in der Klageschrift von ACA. Die Versicherungsfirma ist als einer der Hauptgeldgeber von «Abacus» über die Wette nicht informiert worden, wie sie selber sagt. Man habe in etwas investiert, was de facto wertlos war, so der Vorwurf von ACA. Goldman Sachs hatte im Rahmen eines Vergleichs mit der US- Börsenaufsicht eingeräumt, seine Anleger lückenhaft informiert zu haben. Trotzdem hält der Investmentriese die Klage für aussichtslos: «Wir werden uns energisch dagegen wehren», sagte eine Goldman- Sprecherin am Freitag.

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