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Eis und Schnee haben deutschen Aufschwung Ende 2010 gebremst

Bern Der heftige Wintereinbruch hat die deutsche Wirtschaft zum Jahresende 2010 gebremst.

Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwar zwischen Oktober und Dezember um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im Sommer hatte es noch ein Plus von 0,7 Prozent gegeben. Eis und Schnee allerdings liessen die Bauinvestitionen um 3,9 Prozent schrumpfen und verhinderten damit ein stärkeres Wachstum. Für Impulse sorgten die Exporte mit einem Plus von 2,5 Prozent. Die Firmen fuhren ihre Investitionen in Maschinen und Anlagen um 2,6 Prozent hoch. Die Verbraucher gaben 0,2 Prozent mehr aus als im Vorquartal. Damit kam der Grossteil des Wachstums aus dem Aussenhandel, während der schwache Bau die Binnenwirtschaft drückte. Für das erste Quartal 2011 rechnen die meisten Fachleute wieder mit einem stärkeren Wachstum, da vor allem die Produktionsausfälle am Bau aufgeholt werden dürften. Auf einen kräftigen Aufschwung deutet auch der Ifo-Geschäftsklimaindex hin: Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer klettert derzeit von einem Rekord zum nächsten. Optimisten sagen der deutschen Wirtschaft für dieses Jahr ein Plus von drei Prozent voraus, die Regierung erwartet einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 2,3 Prozent. 2010 hatte die Wirtschaft mit 3,6 Prozent das stärkste Wachstum seit der Wiedervereinigung geschafft. Im Krisenjahr 2009 hatte es mit 4,7 Prozent noch den stärksten Einbruch seit Bestehen der Bundesrepublik gegeben.

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