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Einnahmen aus Dienstleistungsexporten im dritten Quartal rückläufig

Schweizer Unternehmen haben im dritten Quartal mit dem Verkauf von Dienstleistungen im Ausland weniger eingenommen als ein Jahr zuvor.

Die Zahlungsbilanz der Schweizer Nationalbank (SNB) weist wertmässig einen Rückgang im Dienstleistungsexport um 3 Prozent aus. Gleichzeitig wurden aber auch 5 Prozent weniger für Dienstleistungen aus dem Ausland ausgegeben. Einen bedeutenden Einfluss auf diese Entwicklung dürfte der starke Franken gehabt haben. Unter dem Strich resultiert mit 11 Milliarden Fr. aus dem Dienstleistungshandel ein gleich grosser Einnahmeüberschuss wie 2009. Rückläufig waren gemäss der SNB-Publikation insbesondere die Einnahmen der Banken für Finanzdienstleistungen. Damit hat sich bei den Finanzinstituten der Trend der sinkenden Serviceeinnahmen aus dem Ausland, der bereits seit zwei Jahren zu beobachten ist, fortgesetzt. Im Warenhandel dagegen stiegen die Erlöse aus dem Export um 6 Prozent auf 48 Milliarden Franken. Da gleichzeitig die Ausgaben für Importe um 9 Prozent auf 43 Milliarden Fr. kletterten, sank der Einnahmeüberschuss aus dem Warenhandel der Schweiz um 1 Milliarden auf 5 Milliarden Franken. Wieder deutlich höher als noch im Vorjahr fiel das Kapitaleinkommen der Schweiz aus: Die Erträge aus schweizerischen Investitionen im Ausland übertrafen die Kapitalabflüsse in Form von Erträgen aus ausländischen Investitionen in der Schweiz um 13 Milliarden Franken. Im 3. Quartal 2009 betrug der Überschuss lediglich 5 Milliarden Franken. Begründet wird diese Entwicklung von der SNB vor allem mit den Erträgen von Schweizer Unternehmen aus Direktinvestitionen im Ausland, die in fast allen Branchen höher ausgefallen seien. Gleichzeitig nahmen die Erträge aus ausländischen Direktinvestitionen in der Schweiz ab, da die Finanz- und Holdinggesellschaften weniger abwarfen. Anstieg des Kapitalexports Alles in allem stieg der Überschuss in der Ertragsbilanz im 3. Quartal 2010 um 5 Milliarden auf 21 Milliarden Franken. Da im Kreditverkehr der Banken und durch Direktinvestitionen von Schweizer Unternehmen im Ausland viel Kapital ins Ausland floss, resultierte im Kapitalverkehr ein Nettokapitalexport von 24 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer deutlichen Zunahme: Damals betrug der Kapitalexport im 3. Quartal netto 7 Milliarden Franken, jener fürs ganze Jahr 31 Milliarden Franken.

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