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Einkaufsmanagerindex für Euro-Zone fällt auf Drei-Jahres-Tief

London/Berlin Die Geschäfte in der Industrie der Euro-Zone laufen so schlecht wie seit über drei Jahren nicht mehr.

Der Einkaufsmanagerindex des Markit-Instituts für Juli fiel um 1,1 auf 44,0 Punkte, wie die Wirtschaftsforscher am Mittwoch mitteilten. Das ist der schlechteste Wert seit Mitte 2009. Damit entfernte sich das Barometer weiter von der 50-Punkte- Marke, ab der Wachstum signalisiert wird. «Der Industriesektor ist noch tiefer in die Krise geschlittert», sagte Markit-Chefökonom Chris Williamson. «Er dürfte damit auch im dritten Quartal hauptverantwortlich für ein weiteres Abgleiten der Euro-Zone in die Rezession bleiben.» Die Exportaufträge sanken bereits den achten Monat in Folge. Besonders schlecht lief der Handel zwischen den Euro-Ländern. «Dass die Unternehmen wegen der beschleunigten Produktions- und Auftragsrückgänge Stellen gestrichen und ihre Lager geräumt haben, deutet darauf hin, dass die Branchenakteure eine mehrmonatige Schwächephase befürchten», sagte Williamson. Die Flaute hat inzwischen nahezu alle Euro-Länder erfasst. Mit der deutschen und der französischen Industrie ging es so stark bergab wie seit drei Jahren nicht mehr, während Spanien und Griechenland nach wie vor am tiefsten in der Krise stecken. Der Einkaufsmanagerindex des Markit-Instituts basiert auf einer Umfrage unter 3000 Unternehmen.

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