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Einigung zu Griechenland-Schulden laut Venizelos bis Sonntag nötig

Athen Über das zweite Rettungspaket für Griechenland muss nach den Worten von Finanzminister Evangelos Venizelos bis zum späten Sonntagabend eine Einigung erzielt werden.

Die Verhandlungen über das Paket im Volumen von 130 Milliarden Euro in Athen seien in einer «entscheidenden Phase», sagte Venizelos am Samstag. Zuvor hatte er in einer zweistündigen Telefonkonferenz mit Amtskollegen aus der Eurozone über die Konditionen des zweiten Rettungspakets für sein Land beraten. Weitere Gespräche mit der aus Vertretern von EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) bestehenden Troika sollten noch am Samstag folgen. Bereits am Freitag hatte Venizelos zwölf Stunden lang mit ihnen beraten. Der Finanzminister traf ausserdem mit seinen Ministerkollegen aus den Ressorts Gesundheit, Arbeit, Verteidigung, Inneres und öffentlicher Dienst zusammen, um über die geforderten Gehaltskürzungen im Privatsektor und einen schnelleren Personalabbau einschliesslich Kündigungen im öffentlichen Dienst zu beraten. Zwei offene Punkte «Der Prozess muss morgen abend abgeschlossen sein - alle Themen, alle Zusagen», sagte Venizelos. «Wir sind an einem Punkt, an dem wir Entscheidungen treffen und uns dazu verpflichten müssen», erklärte er. Zwei wichtige Punkte seien noch offen: Arbeitsmarkt und Bezahlung im Privatsektor sowie steuerliche Massnahmen, um 2012 absolut im Zielrahmen zu bleiben. Erwartungen, dass das Rettungspaket am Montag unter Dach und Fach gebracht werden könnte, hatten sich am Freitagabend zunächst wieder zerschlagen. Gestritten wird nach wie vor über den Beitrag von privaten Banken und Fonds, über die griechischen Spar- und Reformmassnahmen sowie über den Anteil der öffentlichen Geldgeber. Unstimmigkeiten über eine Arbeitsmarktreform hätten eine Einigung bislang verhindert, sagte Venizelos am Samstag. Treffen verschoben Ein Treffen der Vorsitzenden der drei Parteien der Übergangsregierung von Ministerpräsident Lucas Papademos wurde unterdessen auf Sonntag verschoben. Sie sollen über weitere Sparmassnahmen entscheiden. Der stellvertretende Vorsitzende der grössten Gewerkschaft GSEE, Stathis Anestis, bezeichnete die von der Regierung erwogenen Massnahmen als «Rezept für eine Katastrophe», die Griechenland noch tiefer in eine Rezession reissen würden.

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