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Erbschaftsverzicht: So entdecken Sie versteckte Kosten

Auch wer sein Erbe ausschlägt, wird im Kanton Zürich zur Kasse gebeten. Mit diesen Kniffs können Sie böse Überraschungen vermeiden.

Manchmal ist es für Angehörige eines Verstorbenen klüger, eine Erbschaft auszuschlagen. Foto: Alamy
Manchmal ist es für Angehörige eines Verstorbenen klüger, eine Erbschaft auszuschlagen. Foto: Alamy

Marcel Brandt* verzichtete auf das Erbe seines verstorbenen Cousins, da er nicht sicher war, ob am Ende nur Schulden übrig bleiben. Er schlug das Erbe aus, wie Juristen sagen, und glaubte, dass der Fall für ihn damit erledigt sei. Das Bezirksgericht Winterthur kündigte jedoch an, dass für die Erbausschlagung eine Gebühr von 150 Franken erhoben werde. Hinzu kommen «Barauslagen» für Nachforschungen – mit kostenpflichtigen Zivilstandsurkunden suchte das Gericht nach weiteren Erbberechtigten. Die Kosten belaufen sich auf knapp 300 Franken. Auf Brandts Anfrage teilte ihm das Gericht mit, dass ihm aufgrund des «enormen Aufwands» eine noch viel höhere Gebühr hätte auferlegt werden können. Zudem könne der Rechnungsbetrag noch steigen, falls andere ausschlagende Angehörige den Betrag nicht bezahlten.

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