Zum Hauptinhalt springen

Ehemaliger Siemens-Manager zu Bewährungsstrafe verurteilt

München Ein ehemaliger Manager des deutschen Industriekonzerns Siemens ist im jüngsten Prozess wegen schwarzer Kassen zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden.

Die Vorsitzende Richterin am Landgericht München befand den ehemaligen Finanzchef des Bereichs Medizintechnik am Mittwoch der Untreue in 26 Fällen für schuldig. Der heute 68-Jährige hatte gestanden, während seiner Zeit als Bereichsleiter bei Siemens in den Jahren von 1994 bis 2005 ein System von sogenannten schwarzen Kassen unterhalten zu haben, um Korruptionszahlungen im Ausland verschleiern zu können. Sein Handeln habe «ausschliesslich den Interessen von Siemens gedient», sagte er. Als schwarze Kassen dienten laut den Ermittlern verschiedene ausländische Firmen, an die auf der Grundlage von Scheinverträgen Zahlungen ergingen, ohne, dass dafür tatsächliche Leistungen erbracht wurden. Auf diese Weise sei bei den Firmen Bestechungsgeld bereitgehalten worden. Zu Beginn der Verhandlung hatte es eine Absprache zwischen allen Prozessbeteiligten gegeben, die dem Angeklagten im Falle eines Geständnisses eine Strafe von nicht mehr als eineinhalb Jahren auf Bewährung zusicherte. Teil des sogenannten Deals ist auch eine Geldauflage für den Angeklagten in Höhe von 130'000 Euro.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch