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Drei Schweizer unter 100 grössten marktkapitalisierten Unternehmen Europäer verlieren wegen Schuldenkrise an Gewicht

Die grössten Schweizer Konzerne haben im ersten Halbjahr trotz des Auf und Abs an den Aktienmärkten ihre Börsenkapitalisierung halten können.

Dagegen haben die europäischen Grosskonzerne wegen der Schuldenkrise an Gewicht verloren. Unter den 100 grössten börsenkotierten Unternehmen der Welt sind drei Schweizer Konzerne zu finden, wie aus einer Studie des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens Ernst & Young hervorgeht, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Das sind gleich viele wie Ende 2011. Als teuerstes Schweizer Unternehmen lag Nestlé mit einer Börsenkapitalisierung von umgerechnet 192 Milliarden Dollar auf Platz 15. Dahinter folgen die beiden Basler Pharmakonzerne Novartis (Platz 25) und Roche (Platz 26) mit einem Börsenwert von je rund 150 Milliarden Dollar. Das im Jahre 2010 noch in den Top 100 enthaltene Rohstoffunternehmen Xstrata ist bis zur Jahresmitte 2012 auf Rang 188 abgerutscht. Schweizer viel wert Zwar liegt die Schweiz in der Länderrangliste mit drei Grosskonzernen unter den 100 Wertvollsten lediglich auf Platz 5, knapp hinter den viertplatzierten Deutschland, Australien, Japan und Frankreich, die alle 4 Konzerne unter den Top 100 haben. Aber die drei Schweizer Börsenschwergewichte sind deutlich mehr wert. Zusammen kommen sie auf eine Börsenkapitalisierung von 493 Milliarden Dollar, was ganz leicht weniger ist als Ende Dezember (494,5 Milliarden Dollar). Damit liegen die Schweizer weltweit auf Platz vier und sind die wertvollsten Grossunternehmen Kontinentaleuropas. Sie rangieren deutlich vor den vier Franzosen (353,5 Milliarden Dollar), Japanern (340 Milliarden Dollar) oder den vier deutschen Schwergewichten Siemens, SAP, Volkswagen und BASF, die zusammen lediglich 284 Milliarden Dollar auf die Waage bringen. Unangefochten an der Spitze liegen nach wie vor die US- Grosskonzerne, die zusammen 6,20 Billionen Dollar wert sind. Auf Platz zwei liegt China mit 1,43 Billionen Dollar und Grossbritannien mit 1,01 Billionen Dollar. Apple Nr. 1 Die Amerikaner haben ihre Dominanz noch ausgebaut. Mittlerweile stammen 43 der 100 grössten Firmen der Welt aus den USA. Ende Dezember waren es erst 40 gewesen. Damit liegen die Amerikaner mit weitem Abstand vor Grossbritannien (11 Firmen) und China (10). Zum teuersten Unternehmen der Welt hat sich Apple aufgeschwungen. Der Computer- und iPhone-Hersteller konnte in den letzten sechs Monaten seinen Börsenwert um 170 Milliarden auf 546 Milliarden Dollar steigern. Damit überholte Apple den Energieriesen Exxon der gleichzeitig 1,5 Prozent an Wert verlor und noch 400 Milliarden Dollar schwer ist. Chinas Ölkonzern Petrochina erreicht Platz drei mit 258 Milliarden Dollar. Dagegen geht es mit Europas Bedeutung bergab. Lediglich noch 32 Firmen vom «Alten Kontinent» landeten in den Top 100. Vor 18 Monaten waren es noch 36 Konzerne gewesen. Die sinkende Bedeutung Europas in dem nach Dollar erstellten Ranking sei nur zum Teil auf den schwachen Euro zurückzuführen, sagte Ernst-&-Young-Partner Louis Siegrist. Hauptursache sei vielmehr die lodernde Schuldenkrise in der Eurozone, die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung schüre. «Die Schuldenkrise schwebt derzeit wie ein Damoklesschwert über Europa.»

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