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Draghi handelt ein bisschen

Der EZB-Präsident verlängert die monatlichen Geldspritzen bis zum Frühjahr 2017 und drückt die Zinsen noch tiefer in die Minuszone. Die Märkte haben mehr erwartet.

Behält sich weitere Massnahmen vor: EZB-Präsident Mario Draghi bei der gestrigen Medienkonferenz. Foto: Daniel Roland (AFP)
Behält sich weitere Massnahmen vor: EZB-Präsident Mario Draghi bei der gestrigen Medienkonferenz. Foto: Daniel Roland (AFP)

«Wir tun mehr, weil die bisherigen Massnahmen gewirkt haben, nicht weil sie fehlschlugen.» Mit diesen Worten verteidigte Mario Draghi, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), gestern die Entscheidung seines Hauses, die Geldpolitik mittels unkonventioneller Massnahmen ein weiteres Mal zu lockern – dabei aber die hochgesteckten Erwartungen an den Märkten zu enttäuschen. Zugleich machte Europas oberster Währungshüter deutlich, dass ihm noch viele Optionen offenstünden, um zusätzliches Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Insbesondere könne das im März begonnene Programm zum Ankauf von Staatspapieren und weiteren Schuldscheinen jederzeit angepasst werden, was dessen Umfang, Zusammensetzung und zeitliche Dauer betreffe.

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