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DIW rechnet mit anhaltendem Wirtschaftswachstum bis Jahresende

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) erwartet einen unverändert starken Anstieg der deutschen Wirtschaftsleistung bis zum Jahresende.

Das preis- und saisonbereinigte Bruttoinlandprodukt (BIP) werde zwischen Oktober und Ende Dezember voraussichtlich um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zulegen. Dies teilten die DIW-Ökonomen am Montag in Berlin mit. Dieses Ergebnis runde das konjunkturelle Geschehen im ersten Jahr nach dem stärksten Produktionseinbruch der deutschen Nachkriegsgeschichte eindrucksvoll ab. Zwischen Juli und Ende September war die Wirtschaft ebenfalls um 0,7 Prozent gewachsen, im vorangegangenen zweiten Quartal gar um 2,3 Prozent und damit so schnell wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Begleitet werde die aktuelle Entwicklung von einer deutlichen Verbesserung zahlreicher Stimmungsindikatoren, hiess es weiter. Insbesondere in der gewerblichen Wirtschaft würden derzeit Rekordumfragewerte registriert, die inzwischen über dem Stand des zurückliegenden Aufschwungs lägen. Auch das Vertrauen der Konsumenten zeige einen anhaltenden Aufwärtstrend. «Bleibt die Tendenz bestehen, wird der private Verbrauch immer mehr zum Motor des Wirtschaftswachstums», sagte DIW- Konjunkturexperte Vladimir Kuzin. Die anhaltende Schuldenkrise im Euro-Raum könnte allerdings die Kauflust nachhaltig verschlechtern. Darüber hinaus bleibe abzuwarten, inwieweit die ausgeprägte optimistische Stimmung zusätzlichen Auftrieb für das produzierende Gewerbe liefere. Die gute Stimmung sei vor allem ein Ausdruck schon erreichter konjunktureller Erfolge, erklärte DIW-Ökonom Ferdinand Fichtner. Starke Zuwachsraten wie im ersten Halbjahr seien in den kommenden Monaten nicht mehr zu erwarten. Darauf wiesen auch die jüngst stagnierenden Auftragseingänge in der Industrie hin, sagte Fichter.

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