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Die Zürcher fliehen vor der Kältewelle

Über die Minustemperaturen freuen sich die Reisebüros. Das Frostwetter sorgt aber auch in anderen Branchen für steigende Umsätze.

Was man gegen die Kälte tun kann: Von Ingwer über Spaziergänge an der frischen Luft bis hin zu wärmenden Massagen. Video: Tamedia/nfa

Das Thermometer im Flachland zeigt bis zu –16 Grad Celsius an. Die sibirische Kälte bekommen besonders die Vögel bei ihrer Nahrungssuche zu spüren. Tierfreunde kaufen deshalb aktuell verstärkt Vogelfutter ein. Die Onlinebestellungen der Körner und Samen haben sich in den letzten Tagen verdoppelt, heisst es auf Anfrage bei Coop.

Ähnlich sieht es bei den Bestellungen von Fondue, Raclettekäse und Kartoffeln aus, wie eine Sprecherin des Detailhändlers erklärt.

Handschuhe bei H&M teils ausverkauft

Stark angestiegen ist auch der Verkauf von Heizgeräten. Der Onlinehändler Brack verzeichnete einen Umsatzanstieg der entsprechenden Elektrogeräte von 70 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Bei den Verkäufern von Wintertextilien blickt man bereits auf eine gute Saison zurück – dem Schneefall im Dezember sei Dank. Die aktuelle Kältewelle führt nun an einigen Orten zu Engpässen. So waren heute Mittag in der Herrenabteilung von H&M am Zürcher Hauptbahnhof Handschuhe ausverkauft. Auch Mützen und Halstücher wurden knapp.

Ein Herz für Vögel: Der Verkauf von Vogelfutter ist wegen der Kälte stark gestiegen.
Ein Herz für Vögel: Der Verkauf von Vogelfutter ist wegen der Kälte stark gestiegen.

Die Händler von Ski, Snowboards und Schlitten freuen sich zwar ebenfalls über die frostigen Temperaturen, rechnen deswegen aber nicht mit einer deutlich höheren Nachfrage. Viele Konsumenten haben sich schon in den vergangenen Monaten eingedeckt.

Laut Coop hat kurzfristig vor allem der Verkauf von Enteiser, Wärmeflaschen, Handschuhen und Wintertextilien nochmals angezogen. Was Ski- und Winterkleider betrifft: Wer jetzt noch zugreift, profitiert von Aktionen. Vielerorts hat nämlich bereits der Winterausverkauf begonnen.

Wellness-Ferien und Reisen in den Süden

Der Februar zählt zu den wichtigsten Monaten in der Reisebranche. Der Grund liegt nicht an den Sportferien der Schulen, die in diese Zeit fallen. Vielmehr ist für die Touristiker der Februar wichtig, weil dann zahlreiche Buchungen für die Frühlings- und Sommerferien getätigt werden, wie Markus Flick, Mediensprecher von Kuoni, sagt. «Und es ist in der Tat so, dass das Fernweh bei schlechtem und kaltem Wetter nochmals etwas grösser wird», erklärt Flick. Es sei aber noch zu früh, um die genauen Auswirkungen in Zahlen zu beziffern.

Ähnlich tönt es bei Hotelplan Suisse. Beim Feriendienstleister rechnet man aufgrund der Minustemperaturen mit einem Zulauf in den Reisebüros und steigenden Onlinebuchungen in dieser Woche. Speziell Skiferien, Wellnessaufenthalte oder Kurzreisen in den warmen Süden übers Wochenende seien wetterbedingt gefragt.

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