Zum Hauptinhalt springen

Die Legende vom Bankier Gottes

Was, wenn Besitzer von Offshoregeldern ihre eigenen versteckten Konten nicht mehr finden?

Sein Misstrauen wurde ihm zum Verhängnis: Bankier Roberto Calvi. Foto: Keystone
Sein Misstrauen wurde ihm zum Verhängnis: Bankier Roberto Calvi. Foto: Keystone

Für das Offshoregewerbe gibt es zwei Tragödien: dass die versteckten Gelder gefunden werden. Und das Gegenteil. Hört dazu die Legende von Bankier Roberto Calvi, dem Chef der Vatikanbank, genannt der «Bankier Gottes».

Calvi war kurz nach dem Krieg als einfacher Angestellter in die Banco Ambrosiano gekommen, und machte rasch Karriere. Schon in den 50er-Jahren begann er mit Geldwäsche im grossen Stil, für die Mafia und Drogenbosse, dann auch für die sozialistische Partei, die rechtsradikale Geheimloge P2 und weitere. Später schmuggelte er mit dem Segen von Papst Johannes-Paul II Gelder mittels CIA an polnische Dissidenten. Die Transaktionen liefen über ein weitverzweigtes Netz von Offshorefirmen auf den Bahamas, in Panama, Liechtenstein und der Schweiz.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.