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Deutsche Exporte sinken im Oktober unerwartet deutlich Inflation sinkt im November zum zweiten Mal in Folge

Berlin Die deutschen Exporte sind im Oktober unerwartet deutlich zurückgegangen.

Gegenüber dem Vormonat sanken sie saisonbereinigt um 3,6 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Insgesamt verliessen Waren im Wert von 89,2 Milliarden Euro das Land. Im Vergleich zum Oktober des Vorjahres entspricht das immer noch einem deutlichen Plus von 3,8 Prozent. Für den Rückgang im Vergleich zum September ist gemäss dem Statistischen Bundesamt vor allem die schwächere Nachfrage aus den Euroländern verantwortlich. Während die Exporte ausserhalb der EU um 8,3 Prozent stiegen, fielen die Ausfuhren in die Mitgliedsstaaten der Währungsunion um 0,4 Prozent. Etwa 40 Prozent der deutschen Exporte gehen in die Euro-Zone. Die kurzfristigen Aussichten für die Exporteure stehen trotz des Rückgangs nicht schlecht: Im Oktober erhielt die exportabhängige Industrie 8,9 Prozent mehr Aufträge aus dem Ausland. Auch die Auftragsbestände sind noch hoch. Die Importe fielen im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Prozent auf 77,6 Milliarden Euro. Dies ist ein Anstieg um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Handelsbilanzüberschuss - die Differenz zwischen Ein- und Ausfuhren - fiel auf 11,6 Milliarden Euro. Rückläufige Teuerung Weiter gab das Statistische Bundesamt bekannt, dass die Inflation im November zum zweiten Mal in Folge zurückging. Waren und Dienstleistungen kosteten im Schnitt 2,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit bestätigte das Amt eine frühere Schätzung. Im Oktober hatte die Teuerungsrate bei 2,5 Prozent gelegen. Seit Jahresanfang liegt die Inflationsrate über der Marke von zwei Prozent, bis zu der die Europäische Zentralbank (EZB) von stabilen Preisen spricht. Fachleute gehen aber davon aus, dass sie wegen der bevorstehenden Konjunkturflaute wieder unter diese Marke fällt.

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