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Deutsche E.ON in den roten Zahlen

Bern Dem grössten deutschen Energiekonzern E.ON machen die gefallenen Grosshandelspreise für Strom und eine schwache Nachfrage in Südeuropa immer mehr zu schaffen.

Im dritten Quartal ist das Unternehmen in die roten Zahlen gerutscht. Von Juli bis September hat E.ON einen Verlust von 179 Millionen Euro gemacht. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte das Unternehmen noch 173 Millionen Euro Gewinn eingefahren. Der Umsatz wuchs im dritten Quartal um 15 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro. Konzernchef Johannes Teyssen machte die Energiewende für die schlechten Geschäftszahlen verantwortlich. Dabei liefen die Geschäfte in den ersten neun Monaten dieses Jahres gut. Der Umsatz stieg laut Quartalsbericht um 21 Prozent auf 93,6 Milliarden Euro. Der nachhaltige Konzernüberschuss erhöhte sich sogar um 155 Prozent auf gut vier Milliarden Euro. Wesentliche Gründe dafür waren deutliche Verbesserungen im Gashandelsgeschäft nach der Neuverhandlung der langfristigen Lieferverträge, der Wegfall einmaliger Belastungen aus der Energiewende und die Inbetriebnahme von drei neuen Gaskraftwerksblöcken in Russland. E.ON bekräftigte zwar auch die Prognose für 2012. Allerdings machte der Versorger ein dickes Fragezeichen hinter den Ausblick für 2013, in dem Johannes Teyssen unter anderem ein Ebitda von 11,6 bis 12,3 Milliarden Euro und eine Dividende von mindestens 1,10 Euro je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Dies erscheine nicht mehr erreichbar, hatte E.ON bereits am Vorabend mitgeteilt. Den Ausblick für 2015 überprüft der Konzern ebenfalls. Derzeit läuft beim Versorger ein Konzernumbau. Er will sich von 11'000 Mitarbeitern trennen, 6000 davon in Deutschland. Insgesamt beschäftigte E.ON Ende Juni weltweit 75'500 Personen.

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