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«Der Wille, sich zu einigen, fehlt mir»

«Die Erneuerung der Konzession hat für Kunden und Steuerzahler positive Effekte»: Peter Füglistaler. Foto: Peter Schneider (Keystone)

Die BLS Lötschbergbahn und die Südostbahn (SOB) drängen in das von den SBB beherrschte lukrative Geschäft im Fernverkehr. Was soll das den Bahnkunden bringen?

Was haben die Kunden im Grossraum Zürich davon?

Werden die Bahnpreise sinken?

Künftig wird der Fernverkehr in ein Premiumnetz (Intercitystrecken) und ein Basisnetz aufgeteilt. Ist das BAV unzufrieden mit den ­Leistungen der SBB?

In der Branche herrscht Nervosität. Selbst der frühere SBB-Chef Benedikt Weibel warnte, es gebe im integrierten Takt- und Tarifsystem «null Spielraum für Wettbewerb».

Auf der Paradestrecke Bern–Zürich werden sich dereinst also keine Züge der SBB und der BLS kreuzen?

Matthias Finger, Professor für das Management von Infrastrukturen an der ETH Lausanne, spricht von «Zerstückelung» der Konzession, von «Mikromanagement» und von «staatlich administriertem Pseudowettbewerb».

Die Vernachlässigung der ­Gotthardbergstrecke hat dem Image der SBB sehr geschadet. Weshalb haben Sie nicht interveniert?

Inwiefern?

Wettbewerb als Druckmittel gegen die SBB?

SBB-Chef Andreas Meyer hat im TA-Interview am Mittwoch erneut davor gewarnt, einzelne Linien aus dem Fernverkehr herauszureissen. Das ist ein deutlicher Wink an Ihre Adresse.

Meyer nannte die Bewilligungspraxis «opportunistisch liberal», was wohl den Eindruck erwecken sollte, Sie würden ein bisschen tun und lassen, wie es Ihnen gerade passt.

Die drei Bahnchefs haben die Lösung platzen lassen. Sie kennen sich alle aus ihrer Zeit bei den SBB. Man könnte fast den Eindruck eines Hahnenkampfs haben.

Und Sie? Ihre Spannungen mit SBB-Chef Andreas Meyer sind ja seit längerem bekannt.

Können Sie das mit dem kühlen Kopf auf das Konzessionsverfahren ummünzen?

Angenommen, diese Angebote sind besser und BLS und SOB erhalten noch in diesem Jahr den Zuschlag für Fernverkehrslinien: Beide haben das Rollmaterial dazu noch nicht. Was dann?

Was würde das am Beispiel der Gotthardstrecke bedeuten?

Samt Rollmaterial?

Wer prüft, ob die Angebote von BLS und SOB umsetzbar sind?

Ausgerechnet die SBB, die sich gegen die Neuverteilung wehren?

Wie lange werden die neuen ­Konzessionen gültig sein?

Aus SBB-Kreisen ist zu vernehmen, dass man sich dort am liebsten eine 25-jährige Dauer wünscht.

Können Sie bereits sagen, wie ­aussichtsreich die Pläne von BLS und SOB sind?