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Zauberformel gesucht

Der Schweizer Franken gilt als Segen für die Volkswirtschaft. Doch in den letzten Jahren ist er zum Fluch geworden. Braucht die Schweiz ihre Währung überhaupt noch?

Der Schweizer Franken ist gegenüber dem historischen Durchschnitt um ein Drittel überbewertet. Foto: Chris Ratcliffe (Bloomberg)
Der Schweizer Franken ist gegenüber dem historischen Durchschnitt um ein Drittel überbewertet. Foto: Chris Ratcliffe (Bloomberg)

Mittendrin und doch nicht dabei. Diese ökonomische Zauberformel begründete den Erfolg der letzten Jahrzehnte. Während Europa zusammenwuchs, setzte die Schweiz auf die bilateralen Verträge, behielt das Bankgeheimnis und die eigene Währung.

Die Strategie stösst an ihre Grenzen. Unter dem Druck der Industrieländer ist das Bankgeheimnis praktisch aufgehoben. Trotzdem fürchten Banken um ihren Marktzugang in Europa. Innenpolitisch werden die bilateralen Verträge infrage gestellt. Nun hat die Nationalbank auch ihren Mindestkurs gegenüber dem Euro aufgehoben – und damit den Versuch eingestellt, souverän auf die internationalen Entwicklungen zu reagieren.

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