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Comets Durststrecke etwas länger als erwartet

Die Freiburger Comet-Gruppe kann ihre Jahresziele wegen des verzögerten Aufschwungs in der Halbleiterbranche nicht halten.

Nun erwartet der Hersteller von Röntgenmodulen und Vakuumkondensatoren ab Frühling 2013 eine Erholung. Zudem setzt er auf neue Technologien. Comet wolle die Entwicklung von e-beam (Elektronenbeschleungier), Hochfrequenz-Generatoren und portablen Röntgenröhren beschleunigen, teilte das Unternehmen am Mittwoch an einem Investorenanlass mit. Mit e-beam lassen sich laut dem Unternehmen Oberflächen mittels Elektronenstrahlen trocken und kontaktfrei sterilisieren. Zahlreiche Sterilisationsmittel würden so überflüssig. Ein Praxistest mit dem Verpackungshersteller Tetra Pak sei erfolgreich verlaufen, hiess es. Absatzchancen sieht die Firma auch in der Pharmabranche. Zur Stärkung des Generatorengeschäfts hat Comet im August 2011 die deutsche Stolberg HF-Technik übernommen. Hier will sich das Unternehmen ein Stück des Geschäfts mit den geplanten Riesen- Solarmodulen (450mm Wafer) abschneiden. Wachsen soll auch das Geschäft mit Computertomografie, 3D- Bildgebungssoftware und der digitalen Radioskopie. Insgesamt will Comet den Umsatz bis 2015 auf 300 Millionen Fr. erhöhen. Die operative Marge (EBITDA-Marge) soll sich auf 15 Prozent verbessern. Diese Ziele hätten ursprünglich schon 2013 erreicht werden sollen. Gewinnwarnung 2012 geht es aber zunächst leicht abwärts. Der Umsatz könne nicht wie geplant auf dem Vorjahresniveau von 217 Millionen Fr. gehalten werden, sondern werde leicht darunter zu liegen kommen, erklärte das seit Anfang 2011 von Ronald Fehlmann geleitete Unternehmen. Die EBITDA-Marge werde zwischen 11 und 12 Prozent betragen. Und auch beim Reingewinn werde es zu einem deutlichen Rückgang kommen. Grund für die Gewinnwarnung sei die verzögerte Erholung am Halbleitermarkt. Immerhin werde das zweite Halbjahr deutlich stärker ausfallen als das erste, in dem der Umsatz um 11 Prozent gesunken ist und sich der Gewinn halbiert hat. Für 2013 prognostiziert Comet einen Umsatzanstieg auf 230 bis 250 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge von 12 bis 14 Prozent. Dennoch überwog bei Anlegern zunächst die Enttäuschung. Die Comet-Aktie notierte am Morgen 2,8 Prozent schwächer.

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