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Coiffeur-Verband lehnt höhere Minimallöhne ab

Der Coiffeur-Verband CoiffureSuisse hat den ausgehandelten neuen Gesamtarbeitsvertrag mit den Arbeitnehmern abgelehnt.

Damit werde nichts aus höheren Mindestlöhnen und der zusätzlichen fünften Ferienwoche, teilte die Gewerkschaft Unia am Donnerstag mit. Der offenbar knappe Entscheid der Delegierten des Verbands sei nicht nachvollziehbar, schrieb die Unia weiter. Die Löhne in dem Gesamtarbeitsvertrag würden bereits auf tiefer Ebene liegen. Einen 13. Monatslohn gebe es nicht, die Mutterschaftsversicherung gehe nicht über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus und die Arbeitszeiten seien lang. Die bescheidene Verbesserung der Mindestlöhne von aktuell 3400 Franken im Monat auf 3700 Franken wäre bis September 2014 erfolgt. Die fünfte Ferienwoche hätte bereits ab dem ersten Anstellungsjahr gegolten und nicht erst ab dem 10. Arbeitsjahr im selben Betrieb. Unverständlich ist für Unia auch, dass die Delegierten die bereits erfolgte Zustimmung ihrer Verhandlungsdelegation ignorierten. Zudem habe die Gewerkschaftsseite bei den Verhandlungen auf die Forderung nach dem 13. Monatslohn verzichtet. Diese werde nun wieder aufs Tapet gebracht. Insgesamt arbeiten im Coiffeur-Gewerbe nach Unia-Angaben rund 13'000 Personen. 9000 von ihnen unterstehen dem GAV, der Rest sind Unternehmer. Der Frauenanteil liegt bei 90 Prozent. Coiffeurgeschäfte gibt es etwa 4500, davon beschäftigen nur rund 500 mehr als zehn Angestellte. Betriebe mit vielen Filialen und über 100 Beschäftigten lassen sich an einer Hand abzählen. Die Löhne in der Branche sind nach Unia-Angaben seit 2009 nicht mehr gestiegen. Damals hatten sich die Sozialpartner auf einen allgemeinverbindlichen GAV geeinigt, weil die Löhne zuvor im vertragslosen Zustand gerade in den Grenzregionen regelrecht erodiert waren.

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