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China fährt Export Seltener Erden noch stärker zurück

Peking China drosselt die Ausfuhr begehrter Rohstoffe für High-Tech-Produkte Anfang 2011 noch stärker als zunächst angenommen.

In der ersten Jahreshälfte werden die Ausfuhrquoten für Seltene Erden faktisch um 35 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum 2010 gesenkt. Einen Rückgang der Quoten um zehn Prozent hatten die Chinesen bereits am Dienstag angekündigt. Künftig wird aber das Vorgehen bei der Zuteilung geändert, woraus eine noch deutlichere Verringerung resultiert, wie aus einer Mitteilung von Chinas Handelsministerium vom Mittwoch hervorgeht. Ausländische Firmen seien bei der Genehmigung vom Dienstag für eine erste Ausfuhrmenge 2011 von knapp 14'500 Tonnen bereits eingeschlossen, erklärte die Pekinger Regierung. Es werde keine weiteren Quoten geben. Über die Gesamtausfuhren für 2011 sei aber noch nicht entschieden worden, hiess es weiter. Gleichzeitig versuchte China, die Wogen zu glätten und Sorgen vor drohenden Engpässen zu zerstreuen: Die Gesamtquote könne nicht allein aus der Zuteilung für die erste Jahreshälfte hochgerechnet werden. Hauptförderer China Der deutlichere Rückgang nährt Befürchtungen, die Metalle könnten knapp werden und ihr Preis deutlich steigen. In der Volksrepublik werden gegenwärtig 97 Prozent der weltweiten Menge der 17 Metalle gefördert, die unter dem Sammelbegriff Seltene Erden zusammengefasst werden. Sie werden in kleinen Mengen verwendet, sind aber unverzichtbar etwa für die Herstellung von Computern und Monitoren, DVD-Spielern, leistungsstarken Akkus, Hybrid-Autos, Halbleitern, Rüstungsgütern und Windturbinen. Unter dem Protest von Industrieländern hatte China angekündigt, die Ausfuhr der für die Technologiebranche unersetzbaren Metalle zu drosseln und im kommenden Jahr mit höheren Zöllen zu belegen. Dies geschieht der Pekinger Regierung zufolge, um die Umwelt zu schützen und die Belieferung der eigenen Wirtschaft zu sichern. Nicht ganz so selten Der Rückgang der Ausfuhrquote löste schon am Dienstag offenkundige Besorgnis der US-Regierung aus. Mit der neuerlichen Ausfuhrverringerung steigt für China das Risiko, dass die USA in der Angelegenheit die Welthandelsorganisation anrufen. Seltene Erden sind nicht so selten wie der Name suggeriert. Weil aber aufgrund des grossen Angebots aus China die Preise in den letzten Jahren eingebrochen waren, wurden Bergwerke - etwa in den USA - geschlossen. China senkt seine Exporte Seltener Erden seit 2005. Seither ziehen auch wieder die Preise an.

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