Zum Hauptinhalt springen

Carrefours Jahresziele wackeln nach Gewinneinbruch

Bern Gewinnwarnungen, Rückschläge im Wachstumsmarkt Brasilien und schlechte Stimmung der Verbraucher in Südeuropa: Beim weltweit zweitgrössten Händler Carrefour reissen die schlechten Nachrichten nicht ab.

Der Chef des französischen Metro-Konkurrenten, Lars Olofsson, gerät damit immer stärker unter Druck. Olofsson räumte am Mittwoch einen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr ein und stellte zum vierten Mal im Jahr 2011 die Geschäftsziele in Frage. Carrefour rechnet für die ersten sechs Monate nun mit einem Rückgang des operativen Ergebnisses um 23 Prozent auf rund 760 Millionen Euro. Federn lassen musste die Supermarkt-Kette dabei vor allem in Frankreich: Im Heimatmarkt gab der Ertrag um 35 Prozent nach. Dort rächte sich auch die Preispolitik des Händlers. Vor allen Wettbewerbern hatte der Konzern an der Preisschraube gedreht - die Kunden verziehen dies Carrefour nicht. Der Konzern halte jedoch an seinem Jahresziel fest, den Gewinn zu steigern, betonte Finanzchef Pierre Bouchut bei Vorlage der Zahlen. Doch einfach werde dies nicht, gab er zu. Der Wettbewerb in Frankreich sei seit Mai noch schärfer geworden - und die Sparprogramme in Griechenland, Italien und Spanien drücken auf die Kauflaune der dortigen Verbraucher. Bei Händlern werden diese Nachricht als Gewinnwarnung interpretiert. Den Umsatz inklusive Mehrwertsteuer gab Carrefour für die ersten sechs Monate mit 44,6 Milliarden Euro an. Vergleichbar gerechnet ist das ein minimales Plus von 0,1 Prozent. Nach einem Kursrückgang erholten sich die Carrefour-Papiere im Laufe des Vormittages wieder und lagen rund 0,6 Prozent höher. Seit September letzten Jahre haben sie allerdings rund 44 Prozent eingebüsst.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch