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Bund besorgt über Gebaren von Unternehmen mit Sitz in der Schweiz

Der Bund ist besorgt über die zunehmende internationale Kritik gegen Unternehmen mit Sitz in der Schweiz, die gegen Menschenrechte verstossen sollen.

Er verlangt, dass sie die Grundwerte der Schweiz respektieren und weltweit umsetzen. Der Chef der Abteilung Menschliche Sicherheit (AMS) im Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Claude Wild, will so das Risiko eines Reputationsschadens für die Schweiz abwenden: «Wir wollen, dass der schweizerische Handelsplatz sauber und transparent ist», sagte er am Dienstag vor den Medien in Genf. Die momentanen Vorwürfe seien sehr schlecht für das Land, sagte Wild. Eine departementsübergreifende Arbeitsgruppe sei eingesetzt worden, um den Bundesrat über die aktuelle Lage zu informieren. Der AMS-Vorsteher wies auf die aktuellen Vorstösse des Bundes hin, wie die Anwendung der Grundrechte auch im Privatsektor durchgesetzt werden sollen. Dabei setze man jedoch auf die freiwillige Zusammenarbeit der Unternehmen anstatt auf rechtliche Schritte - es gehe dabei um die Übertragung von Verantwortung. Die Schweiz sei zudem seit September 2011 Vollmitglied in einem Projekt für die freiwillige Anwendung von Sicherheits- und Menschenrechtsprinzipien im Rohstoff- und Energiesektor. Auch der Zuger Bergbauriese Xstrata habe einen Beobachterstatus und kandidiere für eine Mitgliedschaft - im Gegensatz zu Glencore. Schliesslich setze sich die Schweiz für die Durchsetzung der OECD- Richtlinien für multinationale Unternehmen ein, so Wild.

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