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Börsen in Asien legen vor EU-Krisengipfel zu

Tokio Die Hoffnung auf Fortschritte im Kampf gegen die Euro-Schuldenkrise hat den Börsen in Fernost am Mittwoch Auftrieb gegeben.

Auch der Euro notierte wieder fester. Asiatische Anleger rechneten damit, dass die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union bei ihrem Treffen einen bedeutenden Schritt nach vorn machen. Die Drohung der US-Ratingagentur Standard & Poor's, nicht nur die Bonität Deutschlands und 14 weiterer Euro-Länder, sondern auch die des Euro-Rettungsschirmes EFSF herabzustufen, dürfte den Handlungsdruck erhöhen. Zudem steht am Donnerstag eine Sitzung der Europäischen Zentralbank an, bei der die Anleger eine Zinssenkung erwarten. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,7 Prozent im Plus bei 8722 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index rückte ebenfalls 1,57 Prozent auf 749 Punkte vor. Auch die Börsen in Seoul und Hongkong sowie die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur und Australien konnten zulegen. Der Euro stieg auf 1.3434 Dollar. Bei den Einzelwerten musste Olympus einen Teil seiner Gewinne vom Vortag wieder abgeben. Der in einen Bilanzskandal verwickelte Hersteller von Kameras und medizintechnischen Geräten kündigte am Mittwoch an, rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen prüfen zu wollen. Olympus hatte eingeräumt, in den vergangenen Jahren Verluste aus Wertpapiergeschäften als Kosten für Beratungen und Firmenzukäufe falsch ausgewiesen zu haben. Die Aktie des Unternehmens gab mehr als fünf Prozent nach. Skepsis verbreitete eine Umfrage unter grossen japanischen Firmen: Mehr als zwei Drittel der rund 250 beteiligten Konzerne rechnet für die erste Jahreshälfte 2012 mit einer Rezession in Europa. Fast der gleiche Anteil erwartet gleichzeitig weiter steigende Wachstumsraten in Asien. Zudem zeigte sich die Mehrheit besorgt darüber, dass in Japan eine ähnliche Schuldenkrise wie in Europa bevorstehen könnte.

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