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Bio Suisse sperrt nach Bio-Fälschungen Sunny-Land-Produkte

Nach der Verhaftung mutmasslicher Bio-Fälscher in Italien hat Bio Suisse sämtliche Produkte der betroffenen Firma Sunny Land gesperrt.

Die Sperre betrifft sowohl künftige Importe als auch bereits importierte Güter des Unternehmens. Sie gilt seit Dienstag. Bio Suisse gehe derzeit nicht davon aus, dass mit dem Knospe- Label versehene Ware von den Fälschungen betroffen sei, teilte die Schweizer Biolandbau-Organisation am Mittwoch mit. Zudem ordnete Bio Suisse an, dass sämtliche Lagerware der Firma auf Pestizidrückstände untersucht wird. Dazu nahm der Verband Kontakt zu den betroffenen Schweizer Importeuren sowie den hiesigen und italienischen Kontrollstellen auf. Das italienische Handelsunternehmen Sunny Land verfügt über eine Labelanerkennung von Bio Suisse. Gemäss der Organisation erfüllte es bisher alle Voraussetzungen für den Handel mit Knospe-Produkten. Jedes Bio-Suisse-anerkannte Unternehmen müsse den Nachweis liefern, dass es allen Anforderungen der Verbandsrichtlinien genügt und die Warenflüsse streng trennt. Bisher sei für die Lieferung von Knospe-Ware durch Sunny Land der Warenfluss bis zurück zum Knospe-konformen Anbauer überprüft und durch die Kontrollstelle bestätigt worden. Die Knospe-Anforderungen sind gemäss Bio Suisse höher als es die entsprechende eidgenössische und EU-Verordnung verlangen. Riesiger Bio-Skandal In Italien deckte die Polizei mutmassliche Fälscher von Bio- Lebensmitteln auf. Eine Bande soll über mehrere Jahre über 700'000 Tonnen angebliche Bio-Produkte im Wert von insgesamt 220 Millionen Euro in mehrere europäische Länder verkauft haben, darunter die Schweiz. Die Polizei in der norditalienischen Stadt Verona hatte am Dienstag gemeldet, sie habe sieben Verdächtige in mehreren Städten verhaftet, darunter Chefs von Lebensmittelfirmen. Ausserdem seien 2500 Tonnen gefälschte Produkte - darunter Mehl, Soja und Trockenfrüchte - beschlagnahmt worden. Die Grundbestandteile der Lebensmittel wurden den Angaben zufolge über Tarnfirmen in Rumänien und Italien gekauft. Die Produkte seien dann als «biologisch» deklariert und zu deutlich erhöhten Preisen über ein Grosshändlernetz in der Schweiz, Italien, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Frankreich, Belgien, Ungarn und Österreich verkauft worden. Unter den Festgenommenen sind den Angaben zufolge auch die Chefs der Lebensmittelkonzerne Sunny Land, Sona und Bioecoitalia sowie der Direktor der Zertifizierungsstelle der italienischen Region Marken. Die Polizei hatte bei rund 30 Firmen ermittelt.

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