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Baukonzern Strabag erwartet magere Zeiten

Wien Der österreichische Baukonzern Strabag stellt sich angesichts der Sparbemühungen vieler europäischer Staaten auf magere Zeiten ein.

Zwar ist das Auftragsbuch noch gut gefüllt, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Dennoch erwartet die Strabag in den nächsten beiden Jahren nur mässiges Wachstum. Die Strabag bekräftigte ihre Prognose für 2010. Rund 12,9 Milliarden Euro werde die voraussichtlich erlösen und dabei einen Betriebsgewinn von 280 Millionen Euro erwirtschaften. Das Geschäft werde aber 2011 und 2012 nicht dynamisch wachsen, sondern maximal im einstelligen Prozentbereich. Bis 2012 werde das Unternehmen in etwa 13,7 Milliarden Euro Bauleistung aufweisen und einen Betriebsgewinn von rund 300 Millionen Euro, hiess es im am Montag veröffentlichten Aktionärsbrief. In den ersten neun Monaten 2010 verdiente die Strabag mehr. Unter dem Strich legte der Gewinn um fünf Prozent auf 108,3 Millionen Euro zu. Der Erlös sank dagegen auf 8,9 Milliarden Euro, ein Minus von zwei Prozent. Der Betriebsgewinn stieg um zehn Prozent auf 192,7 Millionen Euro. Rund die Hälfte des Geschäfts macht der Baukonzern mit öffentlichen Auftragen. «In Deutschland lassen die Ausschreibungen und Investitionen der öffentlichen Hand im Strassenbau spürbar nach», teilte die Strabag mit. Auch in anderen Ländern sei dieser Trend zu beobachten. Aufträge von privaten Bauherren könnten das nicht vollständig kompensieren. Polen etwa ist derzeit ein guter Markt für die Strabag, mit satten Zuwächsen. Die Strabag ist einer der grössten Baukonzernes Europas. Knapp 72'000 Mitarbeitende stehen auf der Gehaltsliste des Unternehmens. Ausser in Deutschland hat der Konzern eine starke Stellung in Österreich und in vielen Ländern Osteuropa.

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