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Bargeld ist nicht so anonym, wie man meint

Die niederländische Zentralbank hilft der Polizei, Erpresser zu fassen. In der Schweiz ist der Umgang mit Noten anders.

«Die Nationalbank verfolgt Seriennummern nicht, da die gewährleistete Privatsphäre und der Datenschutz sowie die Anonymität einen Vorteil von Bargeld darstellen», sagt Claudia Aebersold, Mediensprecherin Nationalbank. Foto: Getty Images
«Die Nationalbank verfolgt Seriennummern nicht, da die gewährleistete Privatsphäre und der Datenschutz sowie die Anonymität einen Vorteil von Bargeld darstellen», sagt Claudia Aebersold, Mediensprecherin Nationalbank. Foto: Getty Images

Ein 250-Gulden-Schein wurde ihm zum Verhängnis. Ferdi Elsas entführte am 9. September 1987 Gerrit Jan Heijn, Enkel des Gründers der niederländischen Supermarktkette Albert Heijn. Er schickte der Familie des Opfers dessen Brille und einen abgetrennten kleinen Finger und erpresste so ein Lösegeld. Als er mit einer der Banknoten in einem Getränkeladen bezahlte, wurde diese bei der niederländischen Zentralbank einbezahlt. Deren Seriennummerscanner schlug Alarm. Die Polizei konnte die Spur bis zum Getränkeladen zurückverfolgen. Am 6. April 1988 wurde Elsas gefasst.

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