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Banken-Skandal Cameron gegen hohe Abfindung für Bankmanager im Zinsskandal

London Der britische Premierminister David Cameron hat sich gegen hohe Abfindungen für Bankmanager ausgesprochen, die wegen des Skandals um die Manipulation von Marktzinsen zurückgetreten sind.

«Ich denke, es wäre absolut falsch, Leuten, die unter diesen Umständen gegangen sind, grosse Abfindungen zu zahlen», sagte Cameron am Mittwoch, einen Tag nach dem Rücktritt von Barclays-Chef Bob Diamond. Die Zahlung grosser Summen wäre der britischen Öffentlichkeit nicht zu vermitteln und auch nicht richtig. Insgesamt sind seit Montag drei Top-Manager von Barclays wegen des Skandals zurückgetreten. Der Vorfall beschäftigt inzwischen auch die Politik. Diamond soll am Nachmittag vor einem Untersuchungsausschuss des britischen Parlaments aussagen. Es wird vermutet, dass mehrere Banken weltweit in den Skandal verwickelt sind. Es laufen in der Sache Ermittlungen gegen mehr als ein Dutzend Grossbanken, darunter auch gegen die UBS und die Credit Suisse. Den Kreditinstituten wird vorgeworfen, von 2005 bis 2009 den Zinssatz Libor und andere Marktzinsen mit falschen Angaben manipuliert zu haben, um ihre wahren Refinanzierungskosten zu verschleiern und Handelsgewinne einzustreichen. Der Libor wird einmal täglich in London ermittelt und zeigt an, zu welchen Konditionen sich Banken untereinander Geld leihen. Er basiert auf den individuellen Angaben der Grossbanken und dient als Referenzsatz für Kredite an Unternehmen, Privatpersonen und weitere Finanztransaktionen in einem Volumen von 360 Bio. Dollar.

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