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Bankenaufsicht sieht Banken-Kapitalbedarf bei 106 Milliarden Euro

Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) beziffert den Kapitalbedarf der Institute auf 106 Milliarden Euro.

Das geht aus einer Veröffentlichung auf ihrer Webseite während des Euro-Gipfels in Brüssel hervor. Demnach brauchen die griechischen Banken 30 Milliarden Euro, die spanischen Banken 26,161 Milliarden und die italienischen Banken 14,771 Milliarden Euro. Französische Institute sind mit 8,844 Milliarden veranschlagt, deutsche mit 5,184 Milliarden Euro. Die Euro-Länder wollen die Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds (EFSF) durch einen Finanzhebel auf eine Billion Euro erhöhen. Diese Summe soll in der Abschlusserklärung des Euro-Gipfels in Brüssel genannt werden, wie ein EU-Diplomat der Nachrichtenagentur afp sagte. Erreicht werden soll dies, indem der Fonds als Versicherung für die Staatsanleihen von bestimmten Euro-Länder zum Einsatz kommt. Als weiteres Modell, möglicherweise auch in Kombination mit dem ersten, ist eine Zweckgesellschaft geplant. In der Nacht auf Donnerstag gingen in Brüssel die Verhandlungen mit den Banken um einen Schuldenschnitt für Griechenland weiter, parallel zum andauernden Gipfel der 17 Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone. Der internationale Bankenverband IIF erklärte, es gebe bislang keine Verabredung zu Griechenland oder einen spezifischen Schuldenschnitt. Das teilte er am späten Mittwochabend mit. Die Euro-Staaten wollen die Banken zu einem Forderungsverzicht von mehr als 50 Prozent griechischer Staatsanleihen drängen. Die Privatgläubiger hielten 210 Milliarden Euro an Staatsanleihen, sagte ein mit den Beratungen der Euro-Chefs Vertrauter. Diese Summe solle um 100 Milliarden Euro reduziert werden. Daraus ergebe sich eine Reduktion um mehr als 50 Prozent, was mit den Konditionen für den geplanten Anleihetausch zusammenhänge.

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