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Banken Julius Bär kauft unrentables Geschäft - FINMA hat Deal zugestimmt

Das vor der Übernahme durch die Bank Julius Bär stehende ausseramerikanische Vermögensverwaltungsgeschäft von Merrill Lynch ist seit längerem defizitär.

2010 betrug der Verlust des Geschäfts nach Steuern 13 Millionen Dollar, 2011 schwoll das Minus auf 83 Millionen Dollar an, wie Julius Bär am Dienstag an einer Präsentation für Analysten und Investoren in London bekannt gab. Im ersten Halbjahr 2012 resultierte ein weiteres Minus von 30 Millionen Dollar. Unter Annahme einer Kostenreduktion auf das Niveau von Julius Bär wäre das Geschäft aber rentabel, wie Finanzchef Dieter Enkelmann erklärte. Vor Steuern würde demnach - hochgerechnet vom Semesterergebnis - in diesem Jahr statt eines Verlusts von 75 Millionen Dollar ein Überschuss von 94 Millionen Dollar entstehen. Das Verhältnis von Kosten zu Einnahmen (Cost-Income-Ratio) würde nicht 110 sondern 87 Prozent betragen. Ziel sind 70 Prozent bis 2015 für das übernommene Geschäft und 62 bis 66 Prozent für die bisherige Julius Bär. Beiderorts lautet das Ziel für den jährlichen Nettoneugeldzufluss 4 bis 6 Prozent. CEO Boris Collardi sagte, die im August angekündigte Transaktion schreite gut voran. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) habe die Übernahme bereits genehmigt. Auch seien die Rückmeldungen von Schlüsselmitarbeitern beider Seiten positiv. Julius Bär könne durch die Übernahme in einem harten Umfeld ihre Position als grösste reine Schweizer Privatbank wesentlich stärken, sagte Collardi. Die Expansion erweitere das Geschäft vor allem in Wachstumsmärkten. Die Präsentation in London erfolgte einen Tag nachdem Julius Bär die Konditionen für die Kapitalerhöhung zur Teilfinanzierung der Übernahme bekannt gegeben hatte. Trotz der Ausgabe neuer Aktien gab der Titel nicht markant nach. Nach einem Minus von 0,7 Prozent am Montag notierten Julius Bär am Dienstagnachmittag 0,1 Prozent schwächer.

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