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Ausschuss prüft Mitschuld von Goldman Sachs an Griechenland-Krise

Athen Eine Parlamentskommission soll die Ursachen für die griechische Finanzkrise untersuchen.

Sie werde unter anderem analysieren, welche Rolle die US-Investmentbank Goldman Sachs bei der Griechenland-Krise spielte, sagte der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou. «Wir werden die Mitverantwortlichkeit ausländischer Institutionen für das griechischen Problem prüfen», hob er am Donnerstag auf einer Medienkonferenz hervor. Bis Ende des Jahres werde der Ausschuss eingerichtet, dessen Untersuchungen bis zum Jahr 2001 zurückgehen sollen - dem Jahr, in dem Griechenland der Euro-Zone beitrat. Der strittige Punkt ist ein komplexes Währungstauschgeschäft. Dieser sogenannte Swap soll es Griechenland erlaubt haben, das Ausmass seiner Staatsverschuldung zu verschleiern, um sich so für den Beitritt zur Euro-Zone zu qualifizieren. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte 2001 ein Gutachten für das Verfahren geliefert. Jahrelang war die Angelegenheit ungeprüft geblieben, bis im vergangenen Oktober Papandreous Sozialisten an die Macht kamen und das wahre Ausmass der Staatsschulden von fast 300 Mrd. Euro bekannt wurde. Um eine Staatspleite Griechenlands zu verhindern, hatten die Euro- Länder und der IWF daraufhin Kredithilfen in Höhe von insgesamt bis zu 110 Mrd. Euro für die kommenden drei Jahre zugesagt. Im Gegenzug musste sich die griechische Regierung zu rigiden Sparplänen verpflichten. Griechenland muss alleine in diesem Jahr sein Staatsdefizit von fast 13 Prozent auf rund 8 Prozent des Bruttoinlandprodukts drücken.

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