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Asien-Anleger von Merkel-Sarkozy-Treffen enttäuscht

Tokio Die Enttäuschung unter den Anlegern über das Ergebnis des deutsch-französischen Treffens zur europäischen Schuldenkrise hat am Mittwoch die Börsen in Fernost belastet.

Schwache Umsätze und ein zurückhaltender Ausblick des US- Computerkonzerns Dell schickten zudem die Aktien von Elektronikfirmen auf Talfahrt. Die Sorgen wegen der Schuldenkrise in der Euro-Zone sowie das schwache Wachstum in Deutschland hatten zuvor schon der Wall Street deutliche Verluste eingebrockt. Der Euro notierte in Fernost kaum verändert bei 1,4403 Dollar. In Tokio ging der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 9057 Zählern aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix Index schloss 0,3 Prozent tiefer bei 776 Zählern. Auch in Taiwan und Shanghai gaben die Kurse nach. Die Börsen in Hongkong, Singapur, Südkorea und Australien konnten dagegen zulegen. «Das sind keine Panikreaktion mehr», sagte TD Securities-Stratege Roland Randall in Singapur. Allerdings hätten die Märkte hohe Erwartungen gehabt und seien nun von der Politik enttäuscht. An das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy am Dienstag in Paris waren hohe Erwartungen geknüpft. Die nun unterbreiteten Vorschläge seien zwar längerfristig wichtig, kurzfristig allerdings keine grosse Hilfe, sagte ein Händler in Tokio. Merkel und Sarkozy wollen durch ein Vorantreiben der europäischen Integration die Schuldenkrise in den Griff bekommen, haben die Einführung von gemeinschaftlichen Euro-Bonds aller Länder des Währungsraums allerdings zunächst ausgeschlossen. In Tokio schlossen die Sony-Aktien 0,8 Prozent im Minus, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, zur Steigerung der Verkaufszahlen den Preis für seine Spielekonsole PlayStation 3 zu senken. Toyota- Aktien fielen um 1,5 Prozent. In Seoul lasteten die Dell-Zahlen auf den Papieren von LG Electronics die mehr als vier Prozent einbüssten.

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