Zum Hauptinhalt springen

Asiatische Börsen leiden unter pessimistischen Signalen aus Europa

Tokio Die Äusserungen des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble, beim EU-Gipfel am Wochenende werde es keine «endgültige Lösung» für die Euro-Krise geben, schürte am Dienstag den Pessimismus unter den Anlegern.

Belastet wurden die Aktienmärkte in Asien zudem durch das schwächer als erwartet ausgefallene Wirtschaftswachstum in China. Die schwächelnde Konjunktur im Reich der Mitte liess auch die Sorge über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft wieder wachsen und die Kurse an den asiatischen Börsen dementsprechend sinken. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index mit einem Minus von knapp 1,6 Prozent auf 8741 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index fiel 1,4 Prozent auf 751 Punkte. Auch die Börsen in Shanghai, Hongkong, Taiwan, Singapur und Südkorea verzeichneten Verluste. In Japan gehörten vor allem Titel von exportorientierten Unternehmen zu den Verlierern. Diese hatten am Vortag noch stark von der Zuversicht für eine Lösung der Schuldenkrise in Europa profitiert. Der Kurs der Olympus-Aktien setzte die Talfahrt der vorangegangenen beiden Handelstage mit einem erneuten Minus von 8,9 Prozent fort. Ausgelöst wurde der Kurssturz durch die überraschende Entlassung von Unternehmenschef Michael Woodford. Hinzu kommen nun Unstimmigkeiten über Zahlungen im Zusammenhang mit mehreren Zukäufen. In Taiwan richteten die Anleger ihre Aufmerksamkeit auf HTC. Der Handyhersteller, dessen Aktienkurs um 4,7 Prozent nachgab, liefert sich neben anderen namhaften Konkurrenten eine Patentschlacht mit Apple. In einer vorläufigen Entscheidung stellte sich die US- Handelskommission auf die Seite von Apple und erklärte, bei dem iPhone-Hersteller keine Anzeichen für Verstösse gegen HTC-Patente festgestellt zu haben.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch