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Argentinien braucht Hilfe von IWF zu Berechnung von Inflation

Buenos Aires Weil Argentinien bei der Berechnung seiner Inflation nicht mehr allein zu Rande kommt, sollen es nun Experten des im Land verhassten Internationalen Währungsfonds (IWF) richten.

«Wir haben den IWF um technische Hilfe gebeten, um die Qualität der Statistiken massiv zu verbessern», sagte Argentiniens Wirtschaftsminister Amado Boudou am Dienstag in Buenos Aires. Die Regierung von Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner taxiert die Inflationsrate auf etwa elf Prozent. Unabhängige Ökonomen glauben aber, dass die jährliche Teuerung derzeit zwischen 20 und 25 Prozent liegt. Die vom IWF einst verfügte massive Sparpolitik wird in Argentinien von vielen Menschen für die tiefe Wirtschaftskrise um die Jahrtausendwende verantwortlich gemacht. Besonders der ehemalige Präsident Nestor Kirchner hatte den IWF stets massiv beschuldigt. Kirchner hatte im Jahr 2006 die argentinischen Schulden beim IWF zurückgezahlt und anschliessend alle Verbindungen zu der Organisation gekappt. Die Einladung an die IWF-Experten ergeht nun weniger als einen Monat nach dem Tod von Nestor Kirchner, dem Ehemann der amtierenden Präsidentin.

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