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Amazon zahlt kaum Steuern – jetzt will die EU genau hinschauen

Multinationale Unternehmen zeigen sich kreativ, wenn es ums Optimieren der Steuern geht. Jetzt ist genug, finden EU-Wettbewerbshüter

Paul Sakuma, Keystone

Ärger für Amazon: Die Wettbewerbshüter in Brüssel nehmen den Versandhändler ins Visier. Die Wettbewerbskommission der EU hat eine formelle Anfrage an die Regierung Luxemburgs geschickt, wo Amazon seinen europäischen Hauptsitz hat, schreibt das Wirtschaftsblatt «Financial Times».

Die EU will wissen, ob die Luxemburger Entscheidungen mit den europäischen Staatshilferegeln vereinbar sind. «Wir untersuchen, welche Art von Steuerabmachungen zwischen Luxemburg und Amazon besteht», sagt ein EU-Beamter der «Financial Times».

EU knöpft sich auch Apple und Fiat vor

Amazon ist kein Einzelfall: Die Wettbewerbskommission will sich die Steuerarrangements grosser Unternehmen systematisch vorknöpfen. Bereits hat die EU Untersuchungen gegen Apple, Fiat und Starbucks eingeleitet.

Amazon steht schon seit Jahren in der Kritik, wenig Steuern zu bezahlen. Dazu nutzt der Versandhändler seine Niederlassung im steuergünstigen Luxemburg, mehrere Tochterunternehmen und eine geschickte Umverteilung von Betriebsvermögen, wie das deutsche «Handelsblatt» schreibt.

Sollte die Wettbewerbskommission zum Schluss kommen, die Steuern seien nicht legal, droht Amazon eine Geldstrafe.

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