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Afghanische Regierung will Kabul Bank wieder privatisieren

Kabul Die wegen eines Korruptionsskandals verstaatlichte Kabul Bank soll nach knapp zwei Jahren wieder in private Hand gegeben werden.

Das inzwischen in Neue Kabul Bank umbenannte Finanzinstitut soll im Juni an den Privatsektor verkauft werden. Denkbar sei auch ein Joint-Venture zwischen dem Staat und der Privatwirtschaft, indem nur die Hälfte der Anteile verkauft werde, sagte der Gouverneur der afghanischen Zentralbank, Norullah Delawari, am Donnerstag. Über die Kabul Bank werden die Gehälter von 80 Prozent der afghanischen Staatsbediensteten, darunter Soldaten und Polizisten, ausgezahlt. Die Kabul Bank war im Herbst 2010 verstaatlicht worden, nachdem ihre damaligen Eigentümer das Institut durch die Veruntreuung von Geldern an den Rand der Zahlungsunfähigkeit gebracht hatten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) setzte daraufhin die Zahlung von Hilfsgeldern in dreistelliger Millionenhöhe an Afghanistan aus. Auch die Zahlungen der Bundeswehr an die Opfer des Luftangriffs von Kundus wurden durch den Skandal beeinträchtigt. Mehr als 900 Millionen Dollar sollen veruntreut worden sein.

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