Für 5G bräuchte es offenbar doppelt so viele Handyantennen

Die Strahlenschutzvorschriften in der Schweiz sind streng. Weil die bestehenden Handyantennen ihre Leistungen nicht erhöhen dürfen, braucht es neue Anlagen.

«Nicht genügend Reserven»: Für die Einführung des neuen 5G-Mobilfunkstandards in der Schweiz braucht es neue Handyantennen. Bild: PPR/Aladin Klieber

«Nicht genügend Reserven»: Für die Einführung des neuen 5G-Mobilfunkstandards in der Schweiz braucht es neue Handyantennen. Bild: PPR/Aladin Klieber

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Eine rasche Einführung des neuen 5G-Mobilfunkstandards in der Schweiz ist laut der «NZZ am Sonntag» gefährdet. Die Schweiz brauche nämlich dafür noch einmal so viele Handyantennen, wie es bereits gibt. «Wir gehen davon aus, dass ohne Anpassung der Anlagegrenzwerte rund 15'000 zusätzliche Mobilfunkstandorte neu gebaut werden müssen», sagte Christian Grasser, der Geschäftsführer des Branchenverbands Asut, gegenüber der Zeitung.

Die bestehenden Anlagen stiessen an ihre Leistungsgrenzen, weil der mobile Datenkonsum stark steige und die Sendeleistungen sich aufgrund strenger Strahlenschutzvorschriften nicht erhöhen dürften. «Rund zwei Drittel aller Standorte in der Schweiz und weit mehr als 90 Prozent der Standorte in Städten und Agglomerationen weisen nicht genügend Reserven auf, um 5G leistungsfähig einzusetzen», sagte Grasser weiter. Er bezweifle zudem, dass es innert nützlicher Frist möglich sein werde, die zusätzlich benötigten neuen Antennen aufzustellen.

(scl)

Erstellt: 10.02.2019, 07:24 Uhr

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