1 Franken pro Pistenkilometer – wirklich?

Für die 666 Pistenkilometer zahlte man in den bernischen Skigebieten mit dem Top-4-Skipass bisher 666 Franken. Nun fallen aber rund 15 Kilometer weg - aber günstiger wird es nicht.

Skigebiet in der Jungfrauregion im Berner Oberland.

Skigebiet in der Jungfrauregion im Berner Oberland.

(Bild: zvg)

Mischa Stünzi

666 Pistenkilometer für 666 Franken; so verkaufen die vier bernischen Skigebiete seit letztem Jahr ihr Billig­abo Top-4-Skipass. Auch heuer wieder. Und das obwohl Ende Jahr des Gebiet Rellerli eingestellt wird. Der «Bund» hat nachgemessen: Damit fallen rund 15 Pistenkilometer weg. Müsste der Skipass also nicht für 651 Franken verkauft werden?

Gstaad rechtfertigt sich: Auf die Wintersaison 2017/18 seien im Skigebiet diverse Pisten probeweise neu in Betrieb genommen worden. Sofern es die Schnee- und Pistenverhältnisse zuliessen, würden diese zusätzlichen Pisten erneut geöffnet, «womit eine entsprechende Kompensation gewährleistet» sei.

Übrigens: Das Messen von Pistenkilometern ist so oder so keine exakte Wissenschaft. Das hat der Kartograf und Journalist Christoph Schrahe 2016 publik gemacht. Er hat sich die Mühe gemacht und die angegebenen Pistenlängen nachgemessen. Mit erstaunlichem Ergebnis: In Gstaad etwa kam Schrahe nur auf etwa die Hälfte der angegebenen Pistenkilometer. Das Geheimnis hinter den unterschiedlichen Resultaten: Die Gebiete messen breite Pisten – in Gstaad beispielsweise solche, die die über 30 Meter breit sind – doppelt.

Der Bund

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