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- USA Verunsicherte Wall Street bleibt orientierungslos

New York Schwache Konjunkturdaten und die Furcht vor einer Zuspitzung der Euro-Krise haben am Donnerstag an der Wall Street erneut schlechte Stimmung verbreitet.

Den dritten Tag in Folge wechselten die Kurse jedoch kurz vor Schluss die Richtung, so dass sich die wichtigsten Indizes überwiegend ins Plus retteten. Händler sahen Schnäppchenjäger am Werk. Die Anleger zeigten sich enttäuscht über die zögerliche Erholung der US-Konjunktur und den ersten Rückgang des deutschen Ifo-Index seit Oktober. Auch eine ganze Reihe von enttäuschenden Geschäftsprognosen sorgte für Skepsis. Das Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Vorabend brachte ebenfalls wegen des Mangels an erkennbaren Fortschritten keine Erleichterung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,3 Prozent fester bei 12'529 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 konnte sich 0,1 Prozent auf 1320 Zähler verbessern. Die Technologiebörse Nasdaq dagegen verlor 0,4 Prozent auf 2839 Stellen. Die Nachfrage nach langlebigen US-Industriegütern wuchs im April nur um 0,2 Prozent. Analysten hatten im Schnitt mit einem mehr als doppelt so hohen Plus gerechnet. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe lag dagegen im Rahmen der Erwartungen. Zuvor hatten auch die europäischen Einkaufsmanager- Indizes und das Stimmungsbarometer des deutschen Ifo-Institutes enttäuscht. Facebook im Rampenlicht Bei den Unternehmen stand erneut Facebook im Rampenlicht. Das weltgrössten Online-Netzwerk sieht sich wegen des verpatzten Börsendebüts mit zahlreichen Klagen konfrontiert. Darüber hinaus wollen sich US-Regierungsstellen mit dem Fall befassen. Die Aktien des Unternehmens legten dennoch gut drei Prozent auf 33,03 Dollar zu, lagen damit aber immer noch deutlich unter ihrem Ausgabepreis von 38 Dollar. Der Nasdaq droht in diesem Zusammenhang ebenfalls Ungemach: Das auf elektronischen Handel spezialisierte Brokerhaus Knight Capital hat wegen der technischen Probleme beim Facebook-Debüt nach eigenen Angaben bis zu 35 Millionen Dollar verloren und will dieses Geld vom Börsenbetreiber zurückhaben. Nasdaq-Titel gaben aber nur sehr leicht nach. Enttäuschende Prognosen Für die deutlichen Verluste des Nasdaq-Index war unter anderem das Unternehmen NetApp verantwortlich, dass mit schwachen Geschäftsprognosen enttäuschte. Die Titel stürzten um zwölf Prozent ab. Auch die Prognose des Juweliers Tiffany fiel düster aus - die Aktien fielen um sieben Prozent. Der Ketchuphersteller Heinz senkte seine Prognosen ebenfalls, die Titel gaben knapp ein Prozent nach. Hewlett-Packard legten dagegen drei Prozent zu. Der angeschlagene Computer-Hersteller hatte am Vorabend die Streichung von 27'000 Stellen angekündigt.

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