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- USA US-Börsen schliessen nach Spaniens Herabstufung im Minus

New York Die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch die Ratingagentur Fitch hat die Stimmung an der Wall Street gedrückt.

Nach drei Tagen mit Gewinnen schlossen am Freitag nach einer Berg- und Talfahrt alle wichtigen Indizes im Minus. Fitch begründete die Senkung der Bonität mit der Verschärfung der Krise in der Euro-Zone. Die Agentur rechnet damit, dass das spanische Wirtschaftswachstum bis 2015 weiter unter zwei Prozent liegt. Der Euro büsste zum Dollar nach der Herabstufung ein. Kurz zuvor hatte Fitch bereits die Kreditwürdigkeit Italiens gesenkt. Auch deutsch-französische Unstimmigkeiten über die Verwendung der Mittel aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF sorgten für Verunsicherung bei den Börsianern. Angesichts der Lage in Europa verpufften die guten Nachrichten vom amerikanischen Stellenmarkt. Finanzwerte gehörten am Freitag zu den stärksten Verlierern. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte zum Handelsschluss mit einem Abschlag von 0,2 Prozent bei 11'103 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 1155 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 1,1 Prozent und ging mit 2479 Punkten aus dem Handel. Für die Woche ergibt sich für den Dow ein Plus von 1,7 Prozent, der S&P-Index gewann 2,1 Prozent, die Nasdaq legte 2,7 Prozent zu. 130'000 neue Jobs in den USA Das US-Arbeitsministerium teilte mit, dass bei Industrie und Dienstleistern im September 103'000 neue Stellen geschaffen wurden - deutlich mehr als die von den Ökonomen erwarteten 60'000. Zudem fiel das Plus im August höher aus, wie aus revidierten Daten hervorgeht. Der Arbeitsmarkt gilt als Achillesferse der US-Wirtschaft. Entsprechend erleichtert äusserte sich unter anderem Kurt Karl, US-Chefökonom des weltgrössten Rückversicherers Swiss Re in New York: Die Zahlen seien «sehr vielversprechend». «Hoffentlich sind sie nachhaltig, so dass wir eine Rezession vermeiden können.» Banken unter Druck Zu den Verlieren gehörten Finanztitel wie Morgan Stanley. Die Euro-Krise und die Rezessionsängste haben das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen weitgehend lahmgelegt. Demnach wirft der Handel an den Kapitalmärkten keine grossen Gewinne mehr ab. Morgan-Stanley-Papiere büssten 6,2 Prozent ein. Die Anteilsscheine der Bank of America gaben um 6,1 Prozent nach. Absturz bei Sprint-Nextel-Aktien Die Aktie des Mobilfunkanbieters Sprint Nextel stürzte um 20 Prozent ab. Die Nummer drei auf dem amerikanischen Markt bietet das neue iPhone 4S an, machte aber keine Angaben zu den Kosten. Zusätzlich baut der Konzern sein Netzwerk für das mobile Internet aus. Analysten bezweifeln, dass Sprint die Investitionen parallel zu den neuen Verpflichtungen gegenüber Apple stemmen kann.

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