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- Schäden Erdbeben erschüttert Börse: Rückversicherer Swiss Re verliert Nuklearkatastrophe würde Versicherer weniger stark belasten

Die Katastrophe in Japan hat am Montagmorgen auch den Rückversicherer Swiss Re erschüttert.

Die Aktie des Konzers, dessen Anleger immer sensibel auf Naturkatastrophen reagieren, verlor nach Handelsstart stark an Wert. Die Aktie eröffnete um 5,8 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag und lag eine Stunde später bei 50,15 Fr. noch um 3 Prozent im Minus. Die Anleger wissen, dass in einem hochentwickelten Land wie Japan die Folgen für die weltweite Versicherungsbranche nach einer Katastrophe gross sind. Laut Experten sind die Folgen für die globale Versicherungsbranche noch nicht seriös abschätzbar. Analyst Fabrizio Croce vom Brokerhaus Kepler schätzt, dass die Swiss Re von den Rückversicherern am stärksten betroffen sei. Die Swiss Re wollte sich am Montagmorgen zu Details bislang nicht äussern. Der US-Versicherungsdienstleister AIR stützt seine Einschätzung, dass die Schäden 35 Milliarden Dollar betragen, nur auf die Gebäudeschäden durch das Erdbeben. Ein Hilfsfonds der Regierung für Hausbesitzer, die von Erdbeben getroffen sind, federt für die globale Versicherungsbranche die Folgen etwas ab. Dieser Fonds ist ausserhalb Japans nicht rückversichert. Experte Croce geht allerdings davon aus, dass die Folgen des Tsunami weit teurer seien. Seiner Analyse zufolge könnte das Schadenausmass über 100 Milliarden Dollar betragen. Atomunfall nicht versichert Gegen die Folgen eines nuklearen Desasters, wie es im Atomkraftwerk Fukushima droht, sind die Versicherer hingegen weitgehend abgesichert. Die Folgen einer solchen Katastrophe sind von Sachversicherungen ausgeschlossen. Auch der deutsche Branchenprimus Munich Re laut der Nachrichtenagentur Reuters rechnet nicht mit einer signifikanten Belastung der ausländischen Versicherer. Für Kosten bei Atomzwischenfällen gibt es laut Munich Re in Japan einen Pool. Darüber hinaus hafte der Staat.

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