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- Märkte Nikkei um 6 Prozent auf unter 10'000 Punkte abgesackt

Tokio Angesichts der ungeheuren Ausmasse der Erdbebenkatastrophe vor drei Tagen in Japan hat der Aktienmarkt in Tokio am Montag starke Kursverluste verzeichnet.

Der Nikkei-Index mit den 225 wichtigsten Werten fiel bis zum frühen Nachmittag um 6 Prozent auf 9631 Punkte. Beim breiter gefassten Topix betrug der Verlust sogar 7,4 Prozent. Die Betreiberfirma mehrerer havarierter Reaktoren, Tepco wurde wegen einer Fülle von Verkaufsaufträgen vom Handel ausgesetzt. «Investoren verkaufen aggressiv, weil sie kein Risiko eingehen wollen», sagte der Berater Hiroshi Arano von Mizuho Asset Management. Man könne den Umfang des Ausverkaufs nicht absehen. Von den Kursrückgängen waren besonders Hersteller von Autos und Elektronik sowie Betreiber von Ölraffinerien betroffen. Viele Unternehmen mussten wegen der Zerstörungen die Produktion in wichtigen Fabriken einstellen. So blieben alle Toyota-Werke in Japan am Montag geschlossen. Die Aktie gab um 7,9 Prozent nach. Toyota stellte seine gesamte Produktion in Japan vorerst bis Mittwoch ein. Die Produktion werde sich um 40'000 Autos verringern, teilte das Unternehmen am Montag mit. 38 Prozent der Fahrzeuge Toyotas werden in Japan produziert. Honda-Papiere lagen ebenfalls mit 7,9 Prozent im Minus. Sony- Aktien gaben um 9,3 Prozent nach. Einige Titel wurden vom Handel ausgesetzt, darunter jene von Tepco, der Betreibergesellschaft des Atomkraftwerks Fukushima 1. Dort hatten sich nach dem Erdbeben zwei Explosionen in Reaktoren ereignet. Das schwere Erdbeben vom Freitag hatte die Infrastruktur im gesamten Land massiv in Mitleidenschaft gezogen.

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