Zum Hauptinhalt springen

- Banken SNB: Situation der Grossbanken weniger komfortabel als sie scheint Risiko trotz guten Abschlüssen immer noch hoch

Die Nationalbank hat erneut auf Risiken der beiden Schweizer Grossbanken CS und UBS hingewiesen.

Zwar habe sich die Kapitalsituation der beiden Grossbanken weiter verbessert, dennoch müsse insbesondere die Eigenkapitalreserve weiter aufgestockt werden, schreibt die SNB in ihrem Finanzmarktbericht. Insgesamt habe sich die Lage im Bankensektor im Vergleich zum vergangenen Jahr klar verbessert, konstatiert die Schweizerische Nationalbank (SNB). Dies sei insbesondere den beiden Grossbanken zuzuschreiben, heisst es im am Donnerstag publizierten Finanzmarktbericht der SNB. Die Unsicherheiten und Risiken auf den Weltmärkten seien aber weiterhin hoch, etwa aufgrund unvorteilhafter Wechselkurse. Und eine starke Verschlechterung der Situation über die nächsten zwölf Monate sei nicht auszuschliessen, unter anderem wenn sich die Lage hochverschuldeter Euroländer weiter zuspitze. Die Grossbanken hätten hinsichtlich der Eigenkapitalreserven erste wichtige Schritte unternommen, noch sei aber keine messbare Risikoverminderung gegenüber dem Vorjahr festzustellen, heisst es weiter. So sei die finanzielle Situation der Grossbanken weniger komfortabel als dass ihre risikogewichteten Eigenkapitalquoten scheinen könnten. Ein beachtlicher Teil des heute aufgesparten Risikokapitals von UBS und CS bestehe aus Komponenten, die sich in der jüngsten Krise nicht als «verlust-absorbierend» erwiesen hätten. Deshalb sei es unabdingbar, dass die Eigenkapitalbasis weiter erhöht werde, ob mit Rückstellungen (UBS) oder mit Contingent-Convertible-Bonds (CS). Die SNB ist zuversichtlich, dass beide Banken die geforderten Minimalstandards erreichen können. Um die Schweizer Grossbanken krisenfester zu machen, will der Bundesrat von ihnen mehr Eigenmittel verlangen. Konkret sollen die systemrelevanten Grossbanken ihre risikogewichteten Aktiven mit gesamthaft bis zu 19 Prozent Eigenkapital unterlegen müssen. Der Ständerat hat als erste Kammer am Mittwoch den Anträgen der Wirtschaftskommission zugestimmt. Hypothekenmarkt als Hypothek für kleine Banken Die Situation der kleineren, vor allem auf den Binnenmarkt konzentrierte Banken in der Schweiz bleibe auf einem stabilen Niveau. Risiken sind gemäss der SNB aber auch bei kleineren Banken - die von der Krise kaum betroffen waren - nicht auszuschliessen und hängen mit möglichen nachteiligen Entwicklungen auf dem Schweizer Immobilienmarkt und Hypothekenmarkt zusammen. Die Kombination aus hohem Zinsrisiko und hohem Hypothekenkredite- Wachstum könne mittelfristig zu Problemen führen. Eine Überhitzung sei nicht auszuschliessen. Der ungleichgewichtige Hypothekenmarkt will die SNB weiter genau beobachten, auch weil in der Schweiz dafür bisher keine aufsichtsrechtlichen Möglichkeiten bestünden. Daher begrüsst die SNB das bestreben des Finanzdepartements dahingehend weitere Schritte zu unternehmen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch