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Hochschule der Künste Bern«Wir wollen mehr Freiräume öffnen»

Die Berner Hochschule der Künste hat ein neues Erscheinungsbild und will künftig ihre Angebote noch stärker auf die Bedürfnisse der einzelnen Studierenden ausrichten.

Einfach «Kult» und auch «urgut»: Dieser HKB-Transporter wird vor allem von der Abteilung Konservierung und Restaurierung benutzt. Links unten ist das neue Logo zu sehen.
Einfach «Kult» und auch «urgut»: Dieser HKB-Transporter wird vor allem von der Abteilung Konservierung und Restaurierung benutzt. Links unten ist das neue Logo zu sehen.
Foto: Hochschule der Künste Bern

Sie ist derzeit im Stadtbild nicht zu übersehen, die Plakatkampagne der Berner Hochschule der Künste (HKB) mit schwarzen Buchstaben auf weissem Hintergrund. Mitunter benötigt der Betrachter etwas länger, um die Wörter zu einem sinnvollen Ganzen zusammenzusetzen, vollführen die Buchstaben doch ungewohnte Zeilensprünge. Diese kleinen Irritationen künden vom neuen Corporate Design der HKB. Seit dem 1. September ist dieses Erscheinungsbild in Gebrauch. Entwickelt wurde es auf der Grundlage eines Sonderstatus der Kunsthochschule, die nach wie vor Teil ist der Berner Fachhochschule (BFH).

«Als regional verankerte, aber international agierende Kunsthochschule ist die HKB auf einen eigenständigen und unverkennbaren Auftritt angewiesen», sagt Thomas Beck. Der HKB-Direktor verweist auf die Zürcher Hochschule der Künste, die bereits seit längerer Zeit über einen eigenen Auftritt verfügt. «Der Umstand, dass wir in Bern als Kunsthochschule bislang kein eigenständiges Erscheinungsbild hatten, hat uns im Wettbewerb um die besten Studenten sicher nicht bevorteilt», sagt Beck.

Auf den Leib geschneidert

Die Entwicklung des neuen Erscheinungsbildes wurde indes nicht einer Agentur überlassen, sondern «inhouse» von Experten in Sachen Kommunikation und Design konzipiert. In einem Mitwirkungsverfahren mit Dozierenden und Studierenden wurde die Markenidentität sowie deren visuelle Umsetzung entwickelt. Dabei steht das neue Logo der HKB im Zentrum: Es löst die drei Buchstaben auf der Mittelachse leicht voneinander ab und zeigt die Institution «durch eine prägnante und spielerisch verwendbare typografische Lösung als gestalterisch profilierte Bildungseinrichtung».

Die Zukunft gestalten: Studierende der Hochschule der Künste Bern sollen vermehrt in einer «Ideenwerkstatt» lernen und sich ausprobieren.
Die Zukunft gestalten: Studierende der Hochschule der Künste Bern sollen vermehrt in einer «Ideenwerkstatt» lernen und sich ausprobieren.
Foto: Hochschule der Künste Bern

Gleichzeitig mit dem neuen Erscheinungsbild hat sich die HKB unter dem Titel «Hochschulentwicklung 2025» auch ein neues Leitbild gegeben. Sie will mit dem Slogan «100%Future» ihre Studierenden in Zukunft, so eine Kernbotschaft, verstärkt dazu befähigen, «als kreative Persönlichkeiten in Dialog mit der Welt zu treten». Pointierter als «Ideenwerkstatt» versteht sich die HKB künftig und plant unter anderem mit neuen Studienprogrammen, die Grenzen der Disziplinen zu überwinden und die Ausbildungen in Kunst- und Kulturvermittlung auszubauen.

«Wir möchten wieder vermehrt Freiräume öffnen für die Studierenden, was nicht so einfach ist in Bologna-Zeiten mit den durchgetakteten Studienplänen», sagt Thomas Beck. Ein wesentliches Ziel sieht der HKB-Direktor auch darin, die Studienangebote in Zukunft noch stärker zu individualisieren, auf dass jeder letztlich ein auf den Leib geschneidertes Programm bekomme. «Es gibt keine Alternative dazu», ist Beck überzeugt. «Unsere Studierenden müssen an ihren möglichst unverwechselbaren Handschriften arbeiten, damit sie später in verantwortungsvollen Positionen im Markt bestehen können

2 Kommentare
    MZ

    Die HKB emanzipiert sich von der BFH, das kann der HKB nur gut tun.

    Bei der BFH ist das Durcheinander zwar auch hausgemacht, aber nicht gewollt.