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Der neue Kurs der Stadtberner FDP«Wir wollen keine Wutbürger-Partei sein»

Steuersenkung? Der falsche Zeitpunkt. Rot-Grün-Bashing? Ist noch kein Parteiprogramm. Vivianne Esseiva, die neue Co-Fraktionschefin der FDP, möchte den Stadtberner Freisinn zeitgemässer ausrichten.

«Für Steuersenkungen ist jetzt der falsche Zeitpunkt»: Vivianne Esseiva, neue Co-Fraktionschefin der Stadtberner FDP.
«Für Steuersenkungen ist jetzt der falsche Zeitpunkt»: Vivianne Esseiva, neue Co-Fraktionschefin der Stadtberner FDP.
Foto: Franziska Rothenbühler

Frau Esseiva, Sie dürfen nun die Stadtratsfraktion der serbelnden und zerstrittenen FDP anführen. Wo liegt da der Reiz?

Unsere Fraktion hat enormes Potenzial und grosses Know-how. Auch wenn wir mittlerweile zu den kleineren Parteien gehören, glaube ich, dass wir in der nächsten Legislatur etwas erreichen können. Ich freue mich zudem sehr über die Zusammenarbeit mit Tom Berger, der die Fraktion als Co-Chef mit mir zusammen führen wird. Es ist aber unbestritten, dass es herausfordernd wird.

Die Berner Wahlen waren für die FDP ein Desaster. Man konnte den sicher geglaubten Gemeinderatssitz nicht erringen und büsste im Stadtparlament empfindlich Wähleranteile ein. Wie erklären Sie sich dies knapp zwei Monate danach?

Die Wähler haben uns nicht als gute Alternative angeschaut. Nun müssen wir über die Bücher, damit wir künftig besser wahrgenommen werden. Der Weg führt über konstruktive, liberale Oppositionspolitik. Mit reinem Bashing von Rot-Grün-Mitte (RGM) ist es nicht getan.

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