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Schreiben über die PubertätEine Berner Stimme der Generation Z

Die 20-jährige Berner Maturandin Ronja Fankhauser hat ihre Maturaarbeit dem Erwachsenwerden gewidmet – auch ihrem eigenen. Daraus ist nun ein beeindruckendes Buch geworden.

«Im Prinzip ist der Mensch wie ein Klumpen «Knete»: Die 20-jährige Maturandin Ronja Fankhauser gibt ihre Maturaarbeit über Pubertät und Erwachsenwerden als Buch im Berner Lokwort-Verlag heraus.
«Im Prinzip ist der Mensch wie ein Klumpen «Knete»: Die 20-jährige Maturandin Ronja Fankhauser gibt ihre Maturaarbeit über Pubertät und Erwachsenwerden als Buch im Berner Lokwort-Verlag heraus.
Foto: Franziska Rothenbühler

Ein zwölfjähriges Mädchen sitzt mitten in der Nacht auf dem geschlossenen Toilettendeckel und schlägt das Tagebuch auf. Es ist nicht ihr Tagebuch, sondern dasjenige ihrer besten Freundin, bei der sie übernachtet und die nebenan tief schläft. Das Kennwort ist ihr bekannt. Sie hat das Tagebuch mit Stimmerkennung überlistet, indem sie die Stimme ihrer Freundin imitierte. Jetzt liest sie ohne schlechtes Gewissen: «Ronja ist nett, aber falsch», steht da. «Ronja lügt total oft. Tobias sieht so hübsch aus. Leah ist meine allerbeste Freundin. Ronja nervt.» Das Mädchen, das in dem Tagebuch liest, ist Ronja. «Das war wohl der Anfang meines Erwachsenwerdens», schreibt Ronja Fankhauser sieben Jahre Jahre später, «die Realisation, dass es Dinge gibt, die nicht so sind, wie sie scheinen.»

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